
Die Aktie von Steinhoff erlebt den größten Kursrutsch seit Langem
War es das endgültit?
Obwohl Steinhoff bereits in der vergangenen Woche wichtige charttechnische Unterstützungen als verloren melden musste, gab es bis zuletzt noch Hoffnungen auf eine baldige Erholung bei dem Titel. Damit dürfte es sich nun aber endgültig erledigt haben, denn zu Beginn der neuen Woche kam es zum Massenexodus bei dem Titel.
Um gleich 16,2 Prozent stürzten die Kurse in die Tiefe, womit Steinhoff (NL0011375019) an einem ohnehin schon deprimierenden Handelstag problemlos zu den größten Verlierern gezählt werden durfte. Dazu geführt hat eine unangenehme Kombination aus charttechnischen Indikatoren und der weiteren Zuspitzung der Ukraine-Krise, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin nun vollständig auf Konfrontationskurs gegangen ist.
Das setzt Steinhoff mehr zu als manch anderem Titel, da die Vorzeigetochtet Pepco in Osteruopa sehr erfolgreich ist. In der Ukraine selbst befinden sich zwar keine Filialen. Allerdings glaubt kaum jemand daran, dass ein dortiger Krieg, der sich immer mehr abzeichnet, wirtschaftlich innerhalb der Grenzen bleiben wird.
Solange die Situation weiter eskaliert, wird Steinhoff daher sehr wahrscheinlich weiterhin unter Druck stehen. Die Charttechnik tut hier ihr Übriges und nach den massiven Verlusten aus dem gestrigen Handel sind weitere Abschläge bis in Richtung 0,15 Euro oder sogar darüber hinaus kaum auszuschließen. Um das noch zu verhindern, bräuchte es jetzt wohl ein kleines Wunder.
Am Ende gibt es nur Verlierer
Das alte Sprichwort, dass es im Krieg nur Verlierer gibt, bewahrheitet sich an der Börse schon jetzt. Kaum eine Aktie, nicht einmal die der Rüstungskonzerne, konnte sich im gestrigen Handel nennenswert verbesser und die Märkte wurden in tiefes Rot getaucht. Manche haben unter den enormen Sorgen mehr zu leiden als andere und für Steinhoff kommen die Verwerfungen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Schließlich war der Konzern gerade erst dabei, sich vorsichtig wieder auf die Füße zu begeben, nachdem im Januar endgültig die Liquidation verhindert werden konnte. In der neuen Ausgangslage scheint an ein großes Comeback in naher Zukunft nun kaum noch jemand zu glauben.
22.02.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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