
Andritz braucht länger, um durchzustarten
Andritz enttäuscht beim Umsatz, überrascht aber bei der Profitabilität
Andritz kommt langsam wieder in Schwung. Langsamer als sich die Börse das wünscht, aber Grossprojekte lassen sich nicht forcieren. Sie sind schwierig zu akquirieren und brauchen viel Expertise, um sie erfolgreich auszuführen. Dennoch hatte ich mehr von Andritz im 2. Quartal erwartet.
Die vorläufigen Zahlen von Andritz (AT0000730007) zum 2. Quartal hauen mich nicht vom Hocker. Ohne Zweifel liegt immer ein Zeitversatz zwischen Auftragseingang und Umsatz vor, aber ein voraussichtlicher Umsatz von 1,5 Mrd. Euro liegt unter dem Vergleichsquartal 2020 (Umsatz: 1,66 Mrd. Euro) und sogar unter dem Vergleichsquartal 2019 (Umsatz: 1,57 Mrd. Euro). Obendrein stagniert Andritz auch im Vergleich zum 1. Quartal 2021.
Andritz braucht eine längere Startbahn
Beim operativen Ergebnis nach Abschreibungen (EBITA) kann Andritz allerdings punkten. Hier werden 125 Mio. Euro in Aussicht gestellt, was deutlich über den Niveaus der Vorjahre (2020: 104 Mio. Euro / 2019: 95 Mio. Euro) liegt. Die Profitabilität ist also gestiegen. Fragt sich nur, warum, denn tiefer liess uns der Vorstand vorerst nicht in die Karten schauen. Erahnen lässt sich zumindest, dass der signifikant geschrumpfte Mitarbeiterstamm zu der höheren Profitabilität beiträgt.
Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bleibt unverändert. Schon im März hatte man avisiert, dass der Jahresumsatz leicht unter 2020 bleiben wird, als Andritz rund 6,7 Mrd. Euro umsetzte. Bei der Profitabilität sieht sich das Unternehmen jedoch im Aufwind. War man ursprünglich davon ausgegangen, dass das EBITA leicht über dem Vorjahr liegen wird, rechnet mit einem „deutlichen“ Anstieg und einer EBITA-Marge von 8 % nach 5,9 % in 2020.
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21.07.2021 - Mikey Fritz - mf@zuercher-boersenbriefe.ch
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