
Nach einer negativen Analysteneinschätzung verfällt die Klöckner-Aktie in den Rausch der Tiefe
Es wird immer schlimmer für die Aktionäre
Für den Stahl- und Metallhändler Klöckner sieht es schon seit einer ganzen Weile nicht mehr rosig an der Börse aus. Der Aktienkurs geht seit geraumer Zeit auf Tauchstation und die Hoffnungen auf einen schnellen Turnaround fielen minimal aus. Jüngst kam es nun zu einem weiteren Dämpfer und herben Rückschlag für die Aktionäre.
Am Donnerstag segelte die Aktie von Klöckner (DE000KC01000) um satte 11,5 Prozent in die Tiefe und landete dadurch bei nur noch 7,20 Euro. Die Tiefststände aus dem Sommer sind damit schon fast erreicht und der laufende Abwärtstrend scheint in die nächste Phase eintreten zu wollen.
Fundamentale Neuigkeiten zum Unternehmen gab es zuletzt zwar nicht zu hören. Doch eine pessimistische Analysteneinschätzung reichte aus, um die Anleger in die Flucht zu treiben. Das Bankhaus Metzler schaute sich die Klöckner-Aktie noch einmal genauer an und zog dabei kein sehr erfreuliches Fazit. Die Empfehlung lautet auf „Verkaufen“ und das Kursziel wurde von ehemals 12,60 Euro auf nur noch 7,20 Euro angepasst, was exakt dem gestrigen Schlusskurs entspricht.
Begründet wurden die deutlich düstereren Aussichten damit, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine anstehende Gewinnerwartung gesehen wird. Auf die wollen die Anleger wohl gar nicht erst warten und so verabschieden sie sich schon im Voraus von ihren Anteilsscheinen. Mittel- bis langfristig sieht Metzler zwar weiterhin Chancen, kann die zuletzt aufgetretenen Probleme bei der Nachfrage aber nicht einfach ignorieren.
Klöckner als Gradmesser der Märkte
Ein wenig ist die Klöckner-Aktie derzeit symptomatisch für die Situation an der Börse insgesamt. Allerorten befürchten die Aktionäre, dass es in Zukunft viele schlechte Nachrichten geben könnte und dementsprechend gibt es Kursverluste auch ohne konkrete Schreckensmeldungen zu sehen. Darin kann sich freilich auch eine Chance verbergen, denn manche Aktie ist so günstig wie lange nicht mehr zu haben. Ohne die nötige Geduld kommen Investoren aber nicht sehr weit und gerade bei Klöckner könnte es Jahre dauern, bis der Titel wieder auf vergangenen Höchststände zusteuert.
07.10.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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