
Nach langer Talfahrt springt die Nikola-Aktie in die Höhe und hinterlässt Fragezeichen bei den Börsianern
Es hat sich nichts verändert
Seit einer gefühlten Ewigkeit bewegt die Nikola-Aktie sich zuverlässig in Richtung Süden und im laufenden Jahr erreichte das Papier mal wieder mit schöner Regelmäßigkeit neue Tiefststände. Umso erstaunter dürfte manch einer bei den Kursentwicklungen der letzten Tage sein. In etwa einer Woche ging es um wahnwitzige 150 Prozent in die Höhe.
Zuletzt legte die Aktie von Nikola (US6541101050) am Donnerstag um knapp 30 Prozent zu und steigerte ihren Kurs damit bis auf 1,44 Euro. Quasi über Nacht springt der Titel aus Pennystock-Gefilden und erfüllt für den Moment auch wieder die Anforderungen der Nasdaq. Jene drohte Nikola bereits mit einem Delisting, sollten die Kurse sich nicht wieder über der Linie von einem US-Dollar stabilisieren können.
Ob es nun auch eine Stabilisierung zu sehen geben wird oder es nicht doch zu einer schnellen Korrektur kommen wird, bleibt abzuwarten. Besonders viel spricht nicht für ein echtes Comeback. Dafür sind die Probleme im Konzern zu zahlreich und die Aussichten viel zu dünn. Dass die Kurse derzeit so stark in die Höhe gehen, erklären sich einige Beobachter mit der Aktivität von Leerverkäufern.
Die Vermutung lautet, dass jene momentan Gewinne aus ihren Wetten auf fallende Kurse einzustreichen gedenken und sich dafür mit Anteilen eindecken. Für diese Theorie spricht, dass das Handelsvolumen bei der Nikola-Aktie in den letzten Tagen regelrecht explodiert ist. Dennoch handelt es sich aber zweifellos um eine Spekulation.
Kein Grund für Euphorie bei Nikola
Aus Anlegersicht sind die Kursanstiege mit größter Vorsicht zu genießen und eine Einstiegsgelegenheit bietet sich eher nicht an. Erst wenn Nikola auch auf fundamentaler Seite überzeugen kann, so dies eines Tages geschehen mag, wird die Aktie wieder interessanter. Bis dahin ist das Ganze ein Spielball der Spekulanten. Wer sich hier auf ein Investment einlässt, sollte sich der bestehenden Risiken sehr bewusst sein. Die sind durch die spontane Erholung nicht kleiner, sondern eher noch größer geworden. Denn das Abwärtspotenzial im Falle einer Korrektur fällt jetzt nur umso höher aus.
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16.06.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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