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Edelmetall Marktbericht vom 23.03.2025: Platin gewinnt an Bedeutung in der Wasserstofftechnologie - Palladium sucht verzweifelt nach neuen Einsatzfeldern

Platin zeigt relative Stärke, Palladium schwächelt durch strukturelle Trends

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 23.03.2025: Platin gewinnt an Bedeutung in der Wasserstofftechnologie - Palladium sucht verzweifelt nach neuen Einsatzfeldern

 

Die aktuellen Ergebnisse dieser Woche zeigen eine schwache Entwicklung bei Platin und Palladium. Platin notierte zuletzt bei 978 US-Dollar und verzeichnete damit ein Wochenminus von -1,6 %. Auch Palladium beendete die Woche mit einem Rückgang von -0,73 % bei 955 US-Dollar. Dennoch liegt das Monatsplus bei Platin derzeit bei soliden 3,5 %, während Palladium sogar leicht besser abschneidet mit 3,6 %. Doch die Kursaussichten bleiben angesichts struktureller Veränderungen im Metallmarkt angespannt.

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Die Preisentwicklung beider Edelmetalle ist eng mit dem Automobilsektor verknüpft. Als Schlüsselmetalle in der Katalysatortechnologie für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren unterliegen sie der direkten Nachfragedynamik dieser Branche. Mit der zunehmenden Umstellung auf Elektrofahrzeuge verringert sich jedoch die Bedeutung von Platin (TVC:PLATINUM) und insbesondere von Palladium (TVC:PALLADIUM), das in Benzinmotoren häufiger verwendet wird als Platin. Die strukturellen Veränderungen in der Antriebstechnologie setzen den Preisen bereits seit mehreren Jahren zu.

Vor allem Palladium steht unter besonderem Druck: Der langfristige Abwärtstrend des Preises hält an und hat auch börsennotierte Produzenten schwer getroffen. Der südafrikanische Konzern Sibanye Stillwater musste über die letzten Quartale deutliche Verluste hinnehmen. Analysten sprechen in diesem Zusammenhang von einer grundlegenden Verschiebung in den Angebots- und Nachfrageverhältnissen, die nicht kurzfristig umkehrbar erscheint.

 

 

 

Strategische Neuausrichtung bei Produzenten und Industriepartnern

 

Ein Hoffnungsschimmer für Palladium kommt aus Russland: Der Rohstoffgigant Nornickel hat eine Innovationsoffensive gestartet. In Zusammenarbeit mit chinesischen Universitäten und industriellen Partnern arbeitet das Unternehmen an neuen Anwendungen für Palladium außerhalb des Automobilsektors. Ziel ist es, das Edelmetall in anderen industriellen Prozessen zu integrieren, etwa in der chemischen Industrie, der Wasserstofftechnologie oder in elektronischen Komponenten.

Ob diese Strategie zur Stabilisierung des Marktes führen kann, wird sich erst mittelfristig zeigen. Doch wenn es gelingt, neue Nachfragefelder für Palladium zu erschließen, könnte sich das Marktgleichgewicht wieder etwas entspannen. Für Investoren ist dies ein wichtiger Punkt, da sich daraus neue Bewertungspotenziale ergeben – gerade in einem Umfeld, das von Unsicherheit geprägt ist.

 

Platin zeigt relative Stärke

 

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Werbebanner DegussaIm Vergleich zum deutlich schwächeren Palladium zeigt sich der Platinmarkt in einer etwas robusteren Verfassung. Zwar ist auch Platin stark vom Automobilmarkt abhängig, jedoch wird es zunehmend auch in anderen Industrien verwendet – beispielsweise in der Schmuckherstellung, bei chemischen Katalysatoren und in der Wasserstoffelektrolyse. Letzteres Feld gilt als besonders zukunftsträchtig, denn Platin spielt eine zentrale Rolle in der Herstellung von Brennstoffzellen.

Trotz des leichten Wochenrückgangs deutet das Monatsplus von 3,5 % darauf hin, dass der Markt Potenzial für eine Stabilisierung bietet. Anleger beobachten deshalb aufmerksam die technischen Signale, da sich bei Platin zuletzt eine gewisse Bodenbildung abzeichnete. Sollten sich die geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen verbessern, könnte dies für eine anhaltende Erholung sprechen.

 

Technische Analyse Platin: Kurs über GD200 – bullischer Trend

 

Der Platinpreis liegt aktuell bei 978 US-Dollar und weist ein Monatsplus von 3,5 % auf. Technisch betrachtet befindet sich Platin über dem 200-Tage-Durchschnitt, was als positives Signal gilt. Der mittelfristige Widerstand liegt bei 1010 US-Dollar, während die Unterstützung bei 902 US-Dollar verläuft. Langfristig betrachtet, gilt die Zone um 889 US-Dollar als solide Basis. Die Trendanalyse zeigt ein bullisches Gesamtbild – erste Hinweise auf eine mögliche Trendwende nach oben verdichten sich.

 

Technische Analyse Palladium: Unter GD200 – trotz Plus skeptische Tendenz

 

Palladium notiert derzeit bei 955 US-Dollar und verzeichnet ein Monatsplus von 3,6 %. Im Gegensatz zu Platin liegt der Kurs allerdings unter dem 200-Tage-Durchschnitt – ein eher negatives Zeichen. Die Unterstützung findet sich aktuell bei 897 US-Dollar, der nächste relevante Widerstand liegt bei 1044 US-Dollar. Langfristige Käuferzonen sehen Analysten bei rund 832 US-Dollar. Trotz bullischer Trendbewertung bleiben Zweifel, ob der Markt kurzfristig nach oben ausbrechen kann.

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Kurzer Ausblick

 

Die Edelmetallmärkte bleiben volatil, doch Platin zeigt erste Anzeichen von Stärke, während Palladium weiterhin vor strukturellen Herausforderungen steht. Neue industrielle Anwendungen könnten langfristig neue Impulse bringen. In den kommenden Wochen bleibt entscheidend, ob sich die bullischen Tendenzen in nachhaltige Aufwärtsbewegungen verwandeln.

 

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23.03.2025 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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