
Tagesbericht Silber vom 03.04.2025: Silberpreis unter Druck - Warum das Edelmetall trotz kurzfristiger Verluste langfristig als strategisch wichtiger Rohstoff an Bedeutung gewinnt
Das hohe Gold-Silber-Verhältnis spricht für eine Unterbewertung von Silber
Der Silberpreis zeigt sich am Donnerstagmorgen deutlich schwächer. Mit einem Stand von 33,20 US-Dollar je Unze verzeichnet das Edelmetall ein 24-Stunden-Minus von 1,8 %. Auch im Wochenverlauf bleibt Silber unter Druck: ein Rückgang um 2,6 % unterstreicht die aktuell angeschlagene Marktstimmung. Doch trotz dieser kurzfristigen Schwäche mehren sich die Stimmen, die das langfristige Potenzial des Rohstoffs betonen – insbesondere aufgrund seiner industriellen Bedeutung und struktureller Angebotsengpässe.
Silber (TVC:SILVER) ist mehr als nur ein klassischer Wertspeicher. Seine Doppelrolle als Edelmetall und Industriemetall macht es für Anleger besonders attraktiv. Die Nutzung in Hightech-Branchen wie der Solarindustrie, Elektromobilität und Elektronik treibt die physische Nachfrage stetig nach oben. Mit dem globalen Schub hin zur Elektrifizierung nimmt der Bedarf weiter zu – ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Edelmetallen, die primär spekulativ gehandelt werden. Für Anleger, die auf reale Nachfrage und strategische Rohstoffsicherung setzen, bleibt Silber damit eine interessante Komponente im Portfolio.
Strukturelle Angebotsknappheit – Rückenwind für den Silberpreis
Ein anhaltendes Angebotsdefizit prägt den Markt. Laut einer aktuellen Analyse von Sprott sprottetfs.com stagniert die weltweite Fördermenge seit Jahren, während die Lagerbestände sinken. Recycling kann diese Lücke kaum füllen. Diese Verknappung schafft ein strukturelles Ungleichgewicht – ein langfristiger Preistreiber. Zusätzlich deutet das hohe Gold-Silber-Verhältnis auf eine potenzielle Unterbewertung des Silberpreises hin. Investoren mit langfristiger Perspektive sehen darin attraktive Einstiegschancen.
Technische Analyse: Unterstützungszone rückt in den Fokus
Technisch betrachtet bleibt der kurzfristige Trend angeschlagen. Der gleitende 10-Tage-Durchschnitt (GD-10) ist fallend, der aktuelle Kurs liegt darunter – ein negatives Signal. Die Zone um 32,64 US-Dollar fungiert nun als erste kurzfristige Unterstützung. Sollte diese Marke fallen, drohen weitere Kursverluste. Der Bereich um 34,56 US-Dollar bleibt kurzfristig ein relevanter Widerstand. Mittelfristig zeigt sich jedoch ein positiveres Bild: Der 200-Tage-Durchschnitt (GD200) steigt an, und der Silberpreis notiert knapp darüber. Als mittelfristige Unterstützung gilt die Marke bei 28,73 US-Dollar. Der genannte Widerstand bei 34,56 US-Dollar bleibt auch hier relevant.
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03.04.2025 - Andreas Opitz
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