
Das große Comeback von TUI ist noch immer nicht absehbar
Die Enttäuschung bei den Anlegern ist groß
Eigentlich sollte 2022 das Jahr für TUI werden. Das Management bemühte sich lange Zeit um gute Laune und betonte immer wieder, wie hoch die Buchungszahlen für das wichtige Sommergeschäft ausfielen. Jüngste Daten zeichnen allerdings ein wenig erfreuliches Bild und für die nächsten Monate sieht es alles andere als gut aus.
Laut dem „Tats-Reisebüro-Spiegel“ konnten die Buchungen 2022 bisher noch nicht an das Niveau von vor der Corona-Pandemie anknüpfen. Zwar wurden wieder deutlich mehr Reisen gebucht als noch im vergangenen Jahr. Das zu toppen war aber wahrlich keine große Kunst. Unter dem Strich fiel der Umsatz rund 10 Prozent geringer aus als noch vor drei Jahren. Das ist ein Ergebnis, von dem viele Anleger enttäuscht sein dürften.
Zwar lässt sich nicht genau sagen, was genau das für die Zahlen von TUI (DE000TUAG000) zu bedeuten hat. Es ist aber nicht unbedingt davon auszugehen, dass der Reiseveranstalter mit einer überraschenden Sensation punkten kann. Einer größeren Kurserholung steht außerdem im Weg, dass die meisten Experten sehr skeptisch auf Herbst und Winter blicken.
Auch dazu gibt es erste Erhebungen, wie bei „Der Aktionär“ nachzulesen ist, und die lassen nichts Gutes vermuten. Bisher sollen die Buchungszahlen 42 Prozent unter jenen von 2019 liegen, womit sich nach dem Sommer wieder ein deutlicher Abschwung anzukündigen droht. Damit war angesichts der hohen Inflation und rasant steigenden Lebenshaltungskosten wohl auch zu rechnen. Sich einen Urlaub leisten zu können, wird für immer weniger Menschen zu einer Selbstverständlichkeit.
Leider ist derzeit auch nicht abzusehen, dass sich an diesem Trend etwas ändern wird. Entsprechend ist bei der TUI-Aktie wohl erst einmal von einer Fortsetzung des Abwärtstrends auszugehen, obschon das Papier sich am Freitag um 4,4 Prozent erholen konnte. Das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es seit Jahresbeginn um 43 Prozent in die Tiefe ging und damit bei den Anteilseignern nicht viel von der Vorfreude auf eine gute Hauptsaison übriggeblieben ist.
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13.09.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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