
TUI will von Schwierigkeiten im Sommergeschäft nichts wissen
Können die Anleger sich darauf verlassen?
Im Flugverkehr lief in letzter Zeit so einiges schief und auch TUI blieb nicht vom Personalmangel im Sektor verschont. Es gab mehrere Meldungen über ausgefallene Flüge und zeitweise gestrandete Urlauber, welche sich ihrerseits auch noch über eine mangelhafte Kommunikation beschwerten. Für das wichtige Sommergeschäft, das gerade angelaufen ist, lässt das wenig Gutes vermuten.
TUI (DE000TUAG000) bekräftigte allerdings jüngst, dass die Hauptsaison weitgehend problemfrei über die Bühne gehen soll. Zwar lassen sich hier und da ein Schluckauf selbst in besten Zeiten nicht vermeiden. Doch zumindest versprach TUI-Deutschland-Chef Stefan Baumert, dass keine Flüge gestrichen werden sollen.
Normalerweise sollte das eine Selbstverständlichkeit sein. Angesichts des noch immer herrschenden Chaos auf vielen Flugplätzen erscheint eine solche Ankündigung derzeit aber als einigermaßen ambitioniertes Ziel. Den Urlaubern sowie den Anlegern sei aber gewünscht, dass TUI letztlich Wort halten kann. Denn davon hätten am Ende alle etwas.
Das Vertrauen der Börsianer scheint sich aber eher in Grenzen zu halten. Trotz des Versprechens von TUI, welches eine starke und umsatzträchtige Sommersaison mit überschaubaren Rückerstattungen vermuten lässt, ging es mit dem Aktienkurs am Dienstag wieder einmal bergab. An einem sonst freundlichen Tag verlor die TUI-Aktie um ein knappes Prozent an Wert. Wenn es an guten Tagen schon so für den Titel aussieht, dürften die Anteilseigner im noch immer vorherrschenden Bärenmarkt eine schwere Zeit haben.
Das Prinzip Hoffnung
Was bleibt, ist die Hoffnung darauf, dass TUI in diesem Sommer tatsächlich zu alter Stärke zurückfinden kann. Ob das allein aber ausreicht, um ein Investment zu rechtfertigen, ist nochmal ein anderes Thema. Schon vor Corona bewegten die Margen bei TUI sich in einem überschaubaren Rahmen und jetzt sitzt der Reisekonzern auch noch auf einem nicht gerade kleinen Schuldenberg. Dass das Interesse der Börsianer sich da in Grenzen hält, ist letztlich nachvollziehbar. Der Abwärtstrend bleibt intakt.
29.06.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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