
Zusammen mit Samsung arbeitet Bayer an einem neuen Medikament für Frauen in den Wechseljahren, kann damit über bestehende Probleme aber nicht hinwegtrösten
Ab und zu geht es bei Bayer noch vorwärts
Seit einer gefühlten Ewigkeit schon notiert die Bayer-Aktie auf niedrigem Niveau. Ende letzten Jahres erlebte der Titel den nächsten herben Rückschlag, von dem die Bullen sich bis heute nicht erholen konnten. Für schlechte Stimmung sorgt unter anderem, dass in naher Zukunft diverse Patente auslaufen und in der Pipeline nur wenig nachzukommen scheint.
Gänzlich untätig ist Bayer (DE000BAY0017) in Sachen Forschung und Entwicklung allerdings nicht. Wie „Der Aktionär“ berichtet, gab es kürzlich positive Ergebnisse aus den zulassungsrelevanten Phase-3-Studien OASIS 1 und 2 zu sehen. Jene beschäftigen sich mit dem Wirkstoff Elinzanetant, der Frauen in Wechseljahren mit Schlafproblemen und anderen Beschwerden während der Wechseljahre helfen soll.
Um wichtige Daten zu sammeln, arbeitet Bayer nun auch mit Samsung Electronics America zusammen. Der südkoreanische Tech-Gigant stattet Teilnehmerinnen der Studie mit Geräten aus, mit denen sich wichtige Daten sammeln und auswerten lassen. Bereits nachgewiesen werden konnte laut Bayer, dass das eigens entwickelte Medikament in einem Vergleich zu Placebos eine signifikante Verringerung von vasomotorischen Symptomen herbeiführen kann.
Es bleibt noch einiges zu tun, doch Bayer geht mutig voran und neue Zulassungen sind bei dem Konzern in absehbarer Zukunft alles andere als ausgeschlossen. An der Börse findet dieser spezielle Fall allerdings wenig Beachtung. Der Fokus der Anleger liegt auf anderen Themen. Vordergründig spielen weiterhin hohe Schulden sowie die nicht enden wollenden Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat die erste Geige.
Bayer: Alles beim Alten
Am Dienstag gab sich Bayer dem allgemeinen Markttrend hin und wertete um rund ein Prozent bis auf 28,34 Euro ab. Neue Signale lassen sich aus solchen Abschlägen nicht ableiten. Klar ersichtlich ist jedoch, dass die Aktionäre sich ganz andere Neuigkeiten als manchen Fortschritt bei einzelnen Studien wünschen. Wie gehabt bleibt die Bayer-Aktie auf niedrigem Niveau; auf Jahressicht sind Verluste von gut 45 Prozent zu beklagen. Der Titel hält sich ein Stückchen über dem 18-Jahres-Tief, lässt aber keinerlei Ambitionen erkennen, eine echte und nachhaltige Erholung in Angriff zu nehmen.
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05.06.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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