
Infineon wird auch nach dem Ende des Chip-Booms weiterwachsen
Langfristig gute Aussichten
Für das laufende Fiskaljahr (per September) zeichnet sich ein stürmisches Wachstum bei Infineon ab. Auch wenn das Unternehmen künftig wieder langsamer expandieren sollte, so profitiert Infineon vom Megatrend der E-Autos.
Medial wird über die Knappheit an Computerchips schon seit dem Jahresbeginn intensiv diskutiert. Von dem Mangel, der die Preise für Halbleiterprodukte deutlich in die Höhe trieb, profitierte auch der DAX-Konzern Infineon (DE0006231004). Dies geht auch aus dem Q3-Bericht hervor, der die Monate April bis Juni umfasst. Demnach konnten die Oberbayern ihre Erlöse gegenüber der Vorjahresperiode von 2.17 Milliarden Euro auf 2.72 Milliarden Euro ausbauen, was einem Plus von 25 % entspricht. Gleichzeitig konnte die Gesellschaft einen Gewinn von 245 Millionen Euro verbuchen, nachdem vor zwölf Monaten noch ein Verlust von 128 Millionen Euro hatte verbucht werden müssen.
Besonders stark entwickelte sich die Automotive-Sparte, die ihre Erlöse binnen Jahresfrist um 49 % auf 1.21 Milliarden Euro ausbauen konnte. Hingegen fiel der Zuwachs in anderen Bereichen wie Industrial Power, Power & Sensor Systems sowie Connected Secure Systems (CSS) mit Steigerungsraten von 11 % bis 13 % weitaus geringer, aber dennoch deutlich positiv aus.
Ende des Booms in Sicht
Zuletzt mussten weltweit viele Automobilproduzenten ihre Produktion aufgrund des Chipmangels drosseln. Entsprechend sind die Produkte von Infineon momentan besonders in dieser Branche begehrt, wobei unter anderem Weltkonzerne wie Bosch, Continental und Denso zu den Klienten von Infineon zählen. Auch wenn im kommenden Fiskaljahr 2021/2022 (per Ende September) zu erwarten ist, dass sich die Lage wieder normalisiert und sich somit auch die Umsatzdynamik abflacht, so bleibt Infineon aufgrund des Trends, dass immer mehr elektronische Bauteile in Fahrzeugen und insbesondere in E-Autos verbaut werden, ein aussichtsreiches Wachstumsunternehmen.
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01.09.2021 - Tim Rademacher
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