
Jenoptik bleibt unter den Erwartungen
Jenoptik vertröstet die Aktionäre auf die Zukunft - unsichere Prognose für 2025
Das Geschäftsjahr 2024 hat Jenoptik mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Die Prognose für 2025 signalisiert jedoch Stagnation und Unsicherheit. Der Vorstand ist nicht bereit, sich aus dem Fenster zu lehnen, sondern vertröstet die Aktionäre auf die Zukunft.
Jenoptik (DE000A2NB601) kommt nicht vom Fleck. Man signalisierte der Börse, dass das Geschäft im laufenden Jahr auf hohem Niveau stagnieren wird. Das ist nicht gerade ein starkes Argument für neue Käufe in der Aktie. Obendrein eröffnete man die Möglichkeit, dass die Profitabilität 2025 leicht auf Ebene EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) sinken wird. Man hatte 2024 eine EBITDA-Marge von 19,9 % erreicht, was gut, aber nicht sehr gut ist. 2025 geht man nun mit einer Spanne von 18,0 % bis 21,0 % an. Im Mittel also nur noch 19,5 %.
Die Investitionen bleiben zudem vorerst erhöht. Der Schwerpunkt liegt aktuell auf dem Neubau der Reinraum-Fabrik in Dresden. Eine wichtige Zukunftsinvestition, die aber kurzfristig natürlich die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung belastet. Allein in 2024 betrug das Investitionsniveau im Konzern 114,6 Mio. Euro. Der Vorstand geht aber davon aus, dass Jenoptik insgesamt im Geschäftsjahr 2025 unter dem Niveau des Vorjahres bleiben wird.
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Keine neue Equity-Story bei Jenoptik
An Warnungen und Absicherungen mangelte es im Bericht nicht. Kritisch sieht man das laufende 1. Halbjahr, das schwach begonnen hat, nachdem sich der Auftragseingang 2024 um -6 % auf 1,03 Mrd. Euro abgekühlt hatte. Einen Aufschwung erhofft man sich erst für das 2. Halbjahr, was an der Börse keine Begeisterungsstürme auslöste. Um das zu erreichen, setzt der Vorstand jedoch voraus, dass sich das Umfeld nicht weiter verschlechtert. Insbesondere drohende Strafzölle in den USA hat man nicht in die Prognose aufgenommen.
An der Bewertung hapert es nicht. Für Jenoptik wird derzeit an der Börse eine Marktkapitalisierung von 1,27 Mrd. Euro verlangt. Damit bewegt sich das Kurs- / Umsatz-Verhältnis nur noch knapp über 1 und erreicht bei Notierungen von rund 20 Euro die 1,0 Grenze. Das Kurs- / Gewinn-Verhältnis liegt gleichzeitig bei gut 15, was ebenfalls eine faire Bewertung ist. Aber selbstverständlich reicht eine faire Bewertung allein nicht aus, um attraktiv genug zu sein und eine neue Bullen-Rallye auszulösen. Auch die um fast 9 % erhöhte Dividende auf 0,38 Euro je Aktie lockt niemanden wirklich hinter dem Ofen hervor, zumal das Plus geringer als erhofft ausfällt.
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26.03.2025 - Mikey Fritz
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