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Mit einer Öffnung gegenüber anderen KI-Modellen scheint Microsoft die Abkopplung von OpenAI weiter voranzutreiben

Die Honeymoon-Phase bei Microsoft und OpenAI scheint beendet zu sein

NTG24 - Mit einer Öffnung gegenüber anderen KI-Modellen scheint Microsoft die Abkopplung von OpenAI weiter voranzutreiben

 

Die milliardenschweren Investitionen in den ChatGPT-Entwickler OpenAI haben sich für Microsoft bisher ausgezahlt. Durch die Integration von KI-Diensten konnte der Software-Gigant seine Tätigkeiten in diesem Segment kontinuierlich ausbauen und den Nutzern dabei frühen Zugriff auf technologische Neuheiten bieten. Doch die Partnerschaft ist längst nicht mehr so innig wie noch zu Beginn.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinBegonnen hat die Abnabelung bereits bei GitHub, welches Microsoft (US5949181045) bereits im Jahr 2018 übernommen hat. Dort erhalten Nutzer schon seit Oktober KI-Modelle von Google und Anthropic als Alternative zu GPT-4 von OpenAI. Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet, könnte dieser Ansatz nun weiter Schule machen. Demnach will Microsoft wohl auch beim Vorzeige-KI-Projekt Microsoft 365 Copilot die Exklusivität aufgeben und andere KI-Modelle integrieren.

Dazu sollen sowohl eigens entwickelte Produkte als auch Angebote von Drittanbietern zählen. Das erklärte Ziel soll es dabei sein, den Copiloten leistungsfähiger und effizienter zu gestalten. Das soll letztlich nicht nur dafür sorgen, dass die Nutzer profitieren. Gerüchten zufolge ist Microsoft auch bestrebt darum, die Kosten zu senken und damit die Profitabilität zu steigern. Es könnte in Redmond aber auch darüber nachgedacht werden entstehende Preisvorteile an die Kunden weiterzureichen.

 

 

 

Microsoft: Ein Rohrkrepierer?

 

Das wäre ein weiterer Hinweis darauf, dass der Copilot bislang längst nicht für die Begeisterung auf Kundenseite gesorgt hat, welche sich Microsoft wahrscheinlich gewünscht hätte. Als Hinweis dafür gilt in Branchenkreisen bereits, dass Microsoft bislang keine konkreten Zahlen zu verkauften Lizenzen veröffentlicht hat. Würden jene besonders hoch ausfallen, wäre die Zurückhaltung wohl nicht ganz so groß, auch wenn sich darüber freilich nur spekulieren lässt.

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Das Marktforschungsunternehmen Gartner stellte nach einer Umfrage unter 152 IT-Unternehmen allerdings fest, dass die meisten Copilot-Projekte es bisher nicht über die Testphase hinausgeschafft haben. Allem Anschein nach ist die Integration häufig schlicht nicht wirtschaftlich. Das ist problematisch für Microsoft, da mittelfristig auch die Profitabilität der eigenen KI-Ambitionen dezent in Zweifel gezogen werden könnte. Immerhin ist der Betrieb der entsprechenden Serverfarmen alles andere als eine günstige Angelegenheit.

Ein Fragezeichen steht auch darüber, wie Microsoft eigentlich ohne OpenAI dastehen würde. Mit eigenen Modellen kann der Konzern mit Google, Meta und Co. wahrscheinlich nicht mithalten. Dass die Partnerschaft nicht für die Ewigkeit gedacht ist, zeichnet sich schon seit einer Weile ab. Als Hinweis darauf gilt in der Branche, dass OpenAI-Chef Sam Altman mehrfach davon sprach, schon im Jahr 2025 eine AGI erreichen zu können. Genau bei Erreichen dieser Schwelle steht es dem Unternehmen frei, die Partnerschaft mit Microsoft zu beenden. Allerdings wird man auf die kräftigen Finanzspritzen aus Redmond in naher Zukunft wahrscheinlich noch nicht unbedingt verzichten wollen.

 

Der Teufel steckt im Detail

 

KI bleibt für den Moment das bestimmende Thema bei den Tech-Giganten und bei Microsoft schien diesbezüglich alles blendend zu laufen. Statt wie bei Smartphones nur hinterherzurennen und Branchentrends schlicht zu verschlafen, trat der Software-Konzern als Vorreiter auf und sicherte sich Zugriff auf die fortschrittlichsten Technologien im Segment. Jetzt steht man allerdings vor der Herausforderungen daraus auch tatsächlich Profit schlagen zu können.

Aus der Geschäftswelt ist KI schon längst nicht mehr wegzudenken und Nachfrage ist fraglos vorhanden. Allerdings hat auch die Konkurrenz zugelegt und die Ausgabenbereitschaft ist gerade im privaten Segment doch eher überschaubar. Im laufenden Jahr konnte die Microsoft-Aktie noch recht ansehnliche Kursgewinne für sich verbuchen. Doch langfristig werden die Anleger sich nicht mit bloßen Versprechungen auf sprudelnde Gewinne mit KI-Technologie abspeisen lassen. Wahrscheinlich wird Microsoft 2025 Zahlen sprechen lassen müssen. Es ist nur zu hoffen, dass dabei der richtige Ton getroffen werden kann.

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27.12.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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