
Nordex schnappt sich einen neuen Auftrag und segelt an der Börse weiter in die Tiefe
Da muss noch viel mehr kommen
Dass die Nordex-Aktie in jüngster Vergangenheit tief in Richtung Süden gefallen ist, ist unter anderem auf Enttäuschungen über ausbleibende Großaufträge in Europa als Folge des russisschen Angriffskriegs in der Ukraine zurückzuführen. Ursprünglich hofften viele darauf, dass mit dem geplanten Abschied von russischem Gas Aufträge in bisher ungekanntem Ausmaß auf das Unternehmen zukommen könnten.
Von solchen fehlt noch immer jede Spur, immerhin konnte Nordex (DE000A0D6554) sich laut „Der Aktionär“ aber nun einen Auftrag des polnischen Unternehmens Tauron Energia sichern. Der bestellte 15 Turbinen bei dem deutschen Hersteller und zusätzlich ein dreijähriges Servicepaket. Im Sommer 2024 sollen die neuen Anlagen in Betrieb genommen werden.
Das ist zwar erstmal eine gute Nachricht, aber nichts, was die Bullen wieder aus der Deckung locken könnte. Dafür fällt der Umfang des Ganzen zu gering aus und mit leeren Auftragsbüchern hat Nordex ohnehin nicht unbedingt zu kämpfen. Woran es dem Unternehmen mangelt, sind echte Großaufträge, bevorzugt von westlichen Regierungen. Außerdem macht den Anlegern die sehr überschaubare Marge zu schaffen, welche von steigenden Roshtoffpreisen immer mehr aufgefressen wird.
Einfach ausgedrückt muss noch viel mehr kommen, um der Nordex-Aktie wieder zu neuem Aufwind zu verhelfen. Solange in dieser Hinsicht am Horizont nichts zu sehen ist, wird der Titel eine schwere Zeit haben. Dass der Konzern an der Börse noch lange nicht den Tiefpunkt erreicht haben muss, zeigte die Entwicklung vom gestrigen Dienstag dabei recht eindrucksvoll.
Die Stimmung bleibt schlecht
Statt sich über den neuen Auftrag aus Polen zu freuen, machten die Anleger sich bei Nordex bevorzugt Gedanken um die ungewisse Zukunft und die vielen Probleme, mit denen der Windkraft-Spezialist dieser Tage zu kämpfen hat. Das ließ den Kurs schließlich um 4,05 Prozent auf 7,81 Euro fallen. Zeitweise wurde bei 7,68 Euro sogar ein neues Jahrestief erreicht.
06.07.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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