
Rund um Nordex werden die Analysten freundlicher, glauben aber weiterhin nicht an eine große Rallye
Keine leichte Zeit für die Bullen
Trotz prall gefüllter Auftragsbücher hat der Windanlagenbauer Nordex mit großen Problemen zu kämpfen. Besonders die heftige Konkurrenz aus China sorgt für verschwindend geringe Margen und bisher ist nicht ersichtlich, wie das Unternehmen seine Zahlen auf lange Sicht aufzupolieren gedenkt. Immerhin werden die Analysten wieder etwas zuversichtlicher.
Für etwas Aufsehen sorgte kürzlich eine neue Einschätzung zu Nordex (DE000A0D6554) durch das Analysehaus Kepler Chevreux. Dort zeigt man sich sehr zufrieden damit, dass der Konzern durch die Ausgabe einer neuen Anleihe sowie mit einer Kapitalerhöhung die Liquidität erst einmal abgesichert hat. Im Zuge dessen wurde das Kursziel fast verdoppelt.
Statt 4,66 Euro hat Kepler Chevreux für Nordex nun immerhin 9 Euro auf dem Zettel stehen, zudem wurde die Verkaufsempfehlung gestrichen und durch eine neutrale Haltung ersetzt. Das ist erstmal erfreulich, allerdings rechnen die Börsenprofis damit weiterhin mit Verlusten. Zuletzt kämpften die Bullen darum, die Nordex-Aktie über der magischen Linie von 10 Euro zu halten.
Dabei konnten sogar kleine Erfolge verzeichnet werden. Im gestrigen Handel konnte Nordex sich trotz des allgemein hohen Verkaufsdrucks um 0,23 Prozent verbessern und den Kurs damit bis auf 10,80 Euro hieven. Selbstredend ist das noch kein sensationeller Kurssprung. Aktuell dürften die Anleger sich aber bei Nordex über alles freuen, was sich im grünen Bereich abspielt.
Es wird nicht einfacher für Nordex
Nichts geändert hat sich derweil an den vielen Herausforderungen, die Nordex noch bevorstehen. Solange die Margen sich beim dem Windkraftanlagenbauer nicht erhöhen, dürften die meisten Börsianer weiterhin skeptisch bleiben. Schließlich nutzen auch prall gefüllte Auftragsbücher nicht viel, wenn diese nicht zu den gewünschten Effekten bei den Zahlen sorgen. Bleibt also nur zu hoffen, dass Probleme in den Lieferketten sowie der enorme Konkurrenzdruck aus Fernost irgendwann in Zukunft wieder etwas nachlassen.
18.08.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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