
Der Rückenwind bei Nordex hat zuletzt spürbar nachgelassen und die Aussichten für die Aktie trüben sich wieder etwas ein
Darauf kommt es jetzt an
Schwarze Tage an der Börse scheinen in ihrer Frequenz immer weiter zuzunehmen und auch der gestrige Mittwoch sorgte mal wieder für heftige Kursverluste aller Orten. Ausgelöst durch Sorgen um die Credit Suisse verfielen die Anlegerinnen und Anleger regelrecht in eine Art Panikmodus und trennten sich im großen Stil von Anteilsscheinen, was sich in allen Branchen bemerkbar machte.
Schwer zu leiden darunter hatte auch Nordex (DE000A0D6554), wo erst im Herbst mit Mühe und Not endlich wieder ein Aufwärtstrend etabliert werden konnte. Statt nun neue Jahreshochs jenseits der 16-Euro-Linie ins Visier zu nehmen geriet die Aktie gestern schwer unter Druck und stürzte um über zehn Prozent auf nur noch 13,19 Euro in die Tiefe.
An der Nachrichtenfront gab es dabei zuletzt sogar positive Meldungen zu vernehmen. Dazu gehört ein neuer Auftrag für einen Windpark in Brandenburg. Jener unterstreicht einmal mehr, dass die Auftragsbücher prall gefüllt sind. Leider reicht das allein aber noch nicht aus, um schon die nächste Rallye zu garantieren.
Die Sorgen bei Nordex werden größer
Aufträge allein sorgen bei Nordex noch nicht unbedingt für ein ansehnliches Wachstum bei den Gewinnen. Denn dazu braucht es auch die entsprechenden Margen, und genau hier hat das Unternehmen in jüngster Vergangenheit sichtlich geschwächelt. Mit Blick auf die aktuellen Konjunktursorgen sind Ängste davor, dass diese Ausgangslage sich noch verschlimmern konnte, nicht völlig unbegründet.
Mittlerweile dürfte Nordex mit der Inflation besser klarkommen und bei neuen Aufträgen die höheren eigenen Kosten besser an die Kunden weitergeben können. Trotz dieser und weiterer durchaus positiver Vorzeichen für die Zukunft bleiben bei dem Unternehmen aber letzte Zweifel, und dass an der Börse in den vergangenen Jahren trotz regelmäßig neu eintrudelnder Großaufträge des Öfteren enttäuscht wurde, macht die Sache leider nicht besser.
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17.03.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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