
Wie Porsche sich erfolgreich gegen Korrekturen an den Märkten stemmen kann
Unverhofft kommt oft
Am Dienstag herrschte an den Märkten mal wieder kollektive Enttäuschung. Rapide steigende Ölpreise und schwindelerregende Inflationszahlen nahmen jeglicher Erholung den Wind aus den Segeln und es ging quasi quer durch die Bank mit den Kursen in Richtung Süden. Ausgerechnet die Aktie der Porsche Holding konnte sich gegen diesen Trend stemmen.
Mit einem Plus von 2,56 Prozent konnte Porsche (DE000PAH0038) den ersten Platz im DAX erringen und damit zu den wenigen Titeln zählen, die am Dienstag überhaupt für grüne Vorzeichen sorgen konnten. Verantwortlich dafür war allerdings nicht das Unternehmen selbst, sondern die Analysten, welche mit guten Aussichten für Volkswagen auf sich aufmerskam machen.
Die HSBC sprach inmitten der miesen Stimmung an den Börsen eine Kaufempfehlung für Volkswagen aus und ließ damit vor allem die Kurse der Stammaktien in die Höhe schießen, wie das „Handelsblatt“ zu berichten weiß. Jene Titel sind zwar im DAX nicht vertreten. 53,3 Prozent davon sind jedoch im Besitz von Porsche, und so führen Kurssteigerungen hier schon fast automatisch auch zu besseren Kursen bei der Porsche-Aktie.
Wie nachhaltig die jüngsten Kursgewinne sein werden, lässt sich freilich nur abwarten. Mit einer mehr als starken Performance in einem sehr schwachen Marktumfeld setzte Porsche in jedem Fall ein Ausrufezeichen. Andererseits ist das Abwärtspotenzial nun umso höher, sollte die gute Stimmung bei den Bullen in den nächsten Tagen wieder nachlassen.
Starke Nerven sind gefragt
Ganz unrealistisch ist ein solches Szenario nicht, denn im Zuge der zahllosen Sorgen an den Märkten gehen gute Neuigkeiten schon gerne mal unter. Das gilt umso mehr, wenn es sich bei solchen letztlich nur um Spekulationen handeln, auch wenn jene von gestandenen Analysten stammen mögen. Ausruhen können die Anteilseigner sich also auf den Zugewinnen von gestern in keinem Fall.
01.06.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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