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Nach einem dramatischen Abwärtstrend zieht der Aufsichtsrat die Reißleine und ersetzt CEO Arne Freundt durch ein neues Gesicht

Der ehemalige Adidas-Manager Arthur Höld soll Puma aufpolieren

NTG24 - Nach einem dramatischen Abwärtstrend zieht der Aufsichtsrat die Reißleine und ersetzt CEO Arne Freundt durch ein neues Gesicht

 

Seit zweieinhalb Jahren leitet Arne Freundt die Geschäfte von Puma und blickt an der Börse auf keine gute Entwicklung in dieser Zeit. Um mehr als zwei Drittel brachen die Kurse seither ein und schnelle Besserung scheint nicht in Sicht zu sein. Zwar ist diese Entwicklung zu nicht unwesentlichen Teilen auf gesamtwirtschaftliche Entwicklungen zurückzuführen. Dennoch scheint der Aufsichtsrat mit dem Kurs Freundts nicht ganz zufrieden zu sein.

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Recht überraschend gab es nun eine Mitteilung von Puma (DE0006969603) über einen Wechsel in der Chefetage. Bereits zum Ende der kommenden Woche soll Arne Freundt seinen Hut nehmen. Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass der Konzern grundsätzlich mit der Strategie von Freundt zufrieden sei. Bei der konkreten Umsetzung habe es aber wohl einige Meinungsverschiedenheiten gegeben.

Übernehmen soll nun der bis zum vergangenen Jahr bei Adidas angestellte Arthur Höld, der zum 1. Juli sein neues Amt antreten soll. Unterstützung bekommt er von Matthias Bäumer, der vom Mannschaftssport in die Rolle des Chief Commercial Officer wechselt, und bereits rückwirkend zum 1. April. Höld war noch bis zum vergangenen Jahr beim Konkurrenten Adidas tätig und blickt trotz eines vorzeitigen Ausscheidens durchaus auf Erfolge zurück.

 

 

 

Bei Puma ist Tempo gefragt

 

Als eine Errungenschaft von Arthur Höld gilt die Einführung der Originals bei Adidas. Das könnte auch ein Vorbild für den weiteren Kurs von Puma sein, denn der Sportartikelhersteller will sich in Zukunft verstärkt auf die Wirkung und den Wert seiner Marke konzentrieren. Von diesem Kurs scheint man auch nach dem Chefwechsel nicht abweichen zu wollen.

Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ scheint es sogar hier und dort Unzufriedenheit über den Kurs zu geben, den Freundts Vorgänger Björn Gulden einst einschlug. Zwar gelang es ihm das Wachstum gehörig voranzutreiben und den Aktienkurs in die Höhe zu befördern. Zumindest einige bei Puma sprechen aber offenbar davon, dass dies zu Lasten des Images geschehen sei und der Fokus auf das Volumen dem Unternehmen auf lange Sicht geschadet haben könnte. Ob dem tatsächlich so ist, wird sich allerdings kaum zweifellos festhalten lassen.

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Gefordert ist bei Puma vom neuen Mann im Chefsessel aber in jedem Fall, dass er beim Wachstum aufs Tempo drückt. Denn eigentlich geht es dem Unternehmen operativ nicht so schlecht, wie es der Aktienkurs vielleicht vermuten lassen könnte. Die Umsätze kletterten im vergangenen Jahr um mehr als vier Prozent. Konkurrent Adidas legte allerdings im gleichen Zeitraum um rund zwölf Prozent zu und dass die operative Rendite bei Puma erst 2027 auf 8,5 Prozent steigen soll, stieß im Aufsichtsrat offenbar einigen Vertretern sauer auf.

 

Kein Freudentanz an der Börse

 

Der Abschied von Arne Freundt scheint bei Puma durchaus auch für Enttäuschung zu sorgen. Einige seiner Kollegen bedauern seinen Abschied und er genoss intern wohl einen guten Ruf. Freundt selbst nimmt die Angelegenheit sportlich und ließ mitteilen, auch in Zukunft „das beste Team der Branche“ unterstützen zu wollen. An der Börse bleibt jeglicher Anflug von Freude über den Chefwechsel aus. Die Puma-Aktie stürzte am Donnerstag um 11,2 Prozent auf 20,29 Euro in die Tiefe. Zeitweise wurde unterhalb von 20 Euro ein neues Jahrestief erreicht.

Letzteres lag allerdings weniger an großer Enttäuschung über den Abschied von Arne Freundt und sehr viel mehr am von US-Präsident Donald Trump verkündeten Zollpaket. Jenes trifft einige Länder in Südostasien besonders hart, wo Sportartikelhersteller wie Puma gerne und viel produzieren. Dadurch bedingt wird das wichtige USA-Geschäft vor neue Herausforderungen gestellt. Wie Freundts Nachfolger damit umzugehen gedenkt, wird spannend zu verfolgen sein.

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04.04.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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