
Gazprom schüttet Milliarden aus – den russischen Staat freut’s
Hohe Energiepreise machen es möglich
Gazprom gibt bekannt, dass man Dividenden in Höhe von 20 Milliarden Euro ausschütten wird. Russlands Staatshaushalt wird davon satt profitieren.
Der russische Staatskonzern und Energieriese Gazprom (US3682872078) gibt bekannt, für das erste Halbjahr einen Milliardengewinn in Höhe von 2,5 Billionen Rubel (entspricht 41,63 Milliarden Euro) eingefahren zu haben. Aufgrund massiv gestiegener Öl- und Gaspreise hat Gazprom seinen Gewinn in den letzten sechs Monaten enorm steigern können. Im Vergleich erzielte der Konzern im Jahr 2021 ein Jahresgewinn von 2,09 Billionen Rubel (umgerechnet 27,5 Milliarden Euro).
Milliarden fließen in die Staatskasse
Russland hält rund 50 Prozent der Aktien des größten Gasproduzenten der Welt. Nachdem zuvor der Westen den Handel mit Gazprom Aktien verboten hatte und Gazprom die Dividendenausschüttung strich, öffnet jetzt der Energiekonzern seine Kassen und schüttet rund 20 Milliarden Euro an Dividenden aus. Wir berichteten bereits in der Börse To Go darüber. So darf sich die russische Regierung über eine Rendite von 25 Prozent freuen. Aktionären will man 51,03 Rubel pro Anteilsschein zahlen, dafür müssen diese dem Vorschlag am 30. September noch zustimmen. Als Reaktion auf die Dividendenausschüttung kletterte die Aktie am Abend zuvor um mehr als 7 Prozent.
Gas-Lieferung über Nordstream 1 gestoppt
Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine verhängten die westlichen Länder Sanktionen gegen Russland, die zu einer Energiekrise in Europa führten, da Russland immer wieder den Gashahn zudrehte. Da Strom- und Gaspreise in Deutschland nicht gedeckelt sind, richten sich die Preise immer nach dem teuersten Anbieter auf dem Markt – im jetzigen Fall sind die Gaskraftwerke preisführend -, sodass es zu weiter steigenden Preisen kommen wird. Nach aktuellen Informationen des Europäischen Netzwerks für die Übertragungssysteme der Gasversorger (Entsog) geht hervor, dass die Gaslieferung über die Ostsee-Pipeline Nordstream 1am Mittwochmorgen gestoppt wurde.
31.08.2022 - Christina Daron
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