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SAP zieht an LVMH und Novo Nordisk vorbei und etabliert sich damit als wertvollstes Unternehmen in Europa

Analysten trauen dem Aktienkurs von SAP noch einiges mehr zu

NTG24 - SAP zieht an LVMH und Novo Nordisk vorbei und etabliert sich damit als wertvollstes Unternehmen in Europa

 

Auch bei SAP hat sich das Nachlassen des KI-Hypes bemerkbar gemacht und die Aktie ist von ihren Bestmarken aus dem Februar mittlerweile ein Stückchen entfernt. Doch entwickelten sich die Kurse noch immer besser als bei Novo Nordisk und LVMH. So kam es, dass der Software-Konzern zu Wochenbeginn den Titel als wertvollstes europäisches Börsenunternehmen erobern konnte.

Dafür reichten Zugewinne von 1,6 Prozent im frühen Handel aus, was die Bewertung von SAP (DE0007164600) laut „FAZ“ auf 314 Milliarden Euro hievte. Dieses Niveau konnte bis Handelsschluss von den Käufern weitgehend verteidigt werden. Mit einem Kurs von 255,35 Euro konnte die SAP-Aktie gestern auf Zugewinne von 1,4 Prozent blicken, während es für Novo Nordisk um 1,9 Prozent in die Tiefe ging.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinVor einigen Jahren noch war mit dieser Entwicklung kaum zu rechnen. LVMH gab an der Spitze klar den Ton an und schien uneinholbar zu sein. SAP hatte die Cloud-Technologie weitgehend verschlafen und trat mit einem überholten Geschäftsmodell gegen Kontrahenten wie Salesforce an. Erst ab 2020 verstärkte SAP seine Bemühungen rund um die Cloud, und das vielleicht mit sehr viel mehr Erfolg, als es sich einige Beobachter hätten vorstellen können.

 

 

 

SAP geht voran

 

Im Bereich KI wollte SAP Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen und sprang schon früh auf den Zug auf. Dabei wurden keine eigenen Modelle entwickelt. Stattdessen verlässt sich der Software-Riese auf KI-Software von externen Partnern wie Aleph Alpha, OpenAI oder Google. Das hat den Vorteil, dass man nicht darauf angewiesen ist, dass sich ein bestimmtes KI-Modell gegen die Konkurrenz durchsetzen wird. Auf Marktverschiebungen kann SAP schnell und relativ unkompliziert reagieren.

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Das treibt die Zuversicht der Aktionäre an und dazu gesellen sich mehr als solide Bilanzen. Analysten rechnen damit, dass Umsätze und Gewinne auch in diesem Jahr überdurchschnittlich anziehen werden. Folgerichtig hagelt es Kaufempfehlung und das durchschnittliche Kursziel liegt mit 292,50 Euro über dem Rekordkurs, der bei 283,50 Euro anzutreffen ist. Die Börsenprofis gehen also fest davon aus, dass SAP innerhalb der nächsten zwölf Monate noch weitere Rekorde erzielen wird.

Dem gegenüber stehen allerdings auch Warnungen, dass die Aktie mittlerweile sehr hoch bewertet sei. Den US-Konkurrenten Salesforce hat SAP beim KGV bereits deutlich hinter sich gelassen. Sollten Sorgen vor Zöllen oder Rezession für einen Stimmungswechsel sorgen, könnte die SAP-Aktie daher mit als erster unter die Räder kommen. Am Montag war davon jedoch nichts zu spüren. In den USA gab es stattdessen ein Aufatmen, nachdem der Einkaufsmanagerindex zulegen konnte und klar im Wachstumsbereich lag.

 

Wetten, dass…?

 

Aktuell herrscht also erst einmal etwas Entspannung und die SAP-Aktie landete gestern wieder im grünen Bereich. Dennoch bleibt offen, ob und wie weit die generelle Aufwärtsbewegung sich fortsetzen mag. Wie immer bleiben Investments ein Stück weit eine Wette darauf, wie die Märkte sich in Zukunft weiterentwickeln werden. Im Falle von SAP hoffen Anteilseigner auf ein weiter rasantes Wachstum von Cloud Computing verbunden mit der Erwartung, dass die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz eines Tages zu enormen Sprüngen bei den Umsätzen mutieren werden.

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Werbebanner DegussaFür beides lässt sich allerdings keine Garantie aussprechen und selten zuvor war die Zukunft an der Börse derart ungewiss, wie es aktuell der Fall ist. Zwar geht die Stimmung gerade in Deutschland momentan ein wenig durch die Decke, da sich die Marktakteure vom historischen Finanzstimulus der Bundesregierung frische Impulse erwarten. Doch können die Entwicklungen in den USA kaum ausgeblendet werden und sollte Präsident Trump dort mit seiner teils erratischen Politik doch noch für einen Sinkflug sorgen, so wird sich dies unweigerlich auch in Europa bemerkbar machen. Allen guten Vorzeichen zum Trotz, kann etwas Vorsicht im Umgang mit der SAP-Aktie daher nicht schaden.

 

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25.03.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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