
Die Anzeichen für eine schwache Nachfrage bei Tesla mehren sich und Anleger können das kaum ignorieren
Das Ende des Wachstumsmärchens?
Bei Tesla stehen die Verkaufszahlen an oberster Stelle und zuletzt opferte das Unternehmen sogar ein wenig die Marge, um hier weiter erfolgreich sein zu können. Erklärtes Ziel ist es, jedes Jahr 50 Prozent mehr Fahrzeuge zu verkaufen und bisher wurde dies erstaunlich oft auch erreicht. Ob es in diesem Jahr gelingen wird, scheint aber immer fraglicher zu werden.
Bereits zu Jahresbeginn musste Tesla (US88160R1014) mit Preisnachlässen nachhelfen, um die Auslieferungszahlen auf einem hohen Niveau halten zu können. Nun zeigen sich immer weitere Anzeichen dafür, dass es um die Nachfrage nicht besonders rosig bestellt sein könnte. Dazu zählen Berichte über sich füllende Lager und Gerüchten zufolge sucht Tesla derzeit bereits nach Stellplätzen für nicht verkaufte E-Autos.
Das „manager magazin“ berichtete kürzlich außerdem darüber, dass Tesla in Deutschland wohl mit einer sogenannten „Innovationsprämie“ wirbt. Jene sieht recht großzügige zusätzliche Förderungen vor, wenn Autos aus den Modellreihen Model 3 oder Model Y von Geschäftskunden bestellt werden. Bei einer Auslieferung bis zum 31. August 2023 winken bis zu 2.250 Euro zusätzliche Förderung je Fahrzeug.
Es könnte hässlich werden für Tesla
Noch immer hält Tesla an der Ausweitung der Produktion fest und strebt langfristig an, beim Volumen auch den größten in der Branche gefährlich zu werden. Es stellt sich aber immer mehr die Frage, ob die Nachfrage da noch mithalten kann. Bisher gibt es keine belegbaren Zahlen dafür, dass bei Tesla die Auslieferungen richtig einbrechen würden. Die Warnsignale mehren sich aber und zumindest in diesem Jahr könnten noch einige unangenehme Überraschungen auf die Anleger warten.
Das entgeht den Börsianern nicht, welche Tesla am Montag Kursverluste von 1,8 Prozent bescherten und den Kurs bis auf 153,08 einbrechen ließen. Die Skepsis nimmt langsam zu und vor allem kurzfristig nimmt die Gefahr bei der Tesla-Aktie aktuell zu. Dass die Marge im ersten Quartal von 16 auf 11,4 Prozent geschmolzen ist, ist an sich schon schmerzhaft genug. Kommt dazu noch eine schwache Nachfrage, könnte den Anlegerinnen und Anlegern ein böses Erwachen drohen.
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17.05.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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