
Die Rettung von Uniper könnte schon bald beschlossene Sache sein
Die Anleger begeben sich in Stellung
Noch ist nichts in trockenen Tüchern, doch die Gerüchteküche brodelt bereits. In Sachen Uniper sprachen Insider zuletzt davon, dass eine Rettung durch den Bund kurz bevorstehe und schon in den nächsten Tagen verkündet werden könnte. Allem Anschein nach wird die Bundesregierung sich massiv an dem kriselnden Versorger beteiligen.
Mit dem Kauf von Stammaktien von Uniper (DE000UNSE018) sowie hybriden Wertpapieren soll wohl eine Sperrminorität von insgesamt 30 Prozent auf die Beine gestellt werden, so zumindest die derzeitigen Gerüchte. Insgesamt könnte die Bundesregierung dafür mehr als fünf Milliarden Euro in die Hand nehmen und damit die Stellung von Uniper wieder deutlich verbessern.
Erreicht werden soll auf diesem Wege wohl auch, dass die Bonität von Uniper nicht weiter leidet und so die Kapitalbeschaffung nicht mit zu hohen Kosten verbunden sein wird. Ob und inwieweit sich die finnische Mehrheitseignerin Fortum an der Rettung von Uniper beteiligen wird, ist derweil noch offen. Die letzten Einzelheiten des Pakets sollen wohl am Freitag bei einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz ausklabüstert werden.
Im Vorfeld bringen die Anleger sich schon mal in Stellung und gönnten der Uniper-Aktie am Mittwoch ein Kursplus von 12,7 Prozent. Die Vorfreude auf das Rettungspaket ist offensichtlich groß. Das bringt allerdings auch Potenzial für Enttäuschungen mit sich, sollten die derzeitigen Spekulationen am Ende nicht den Tatsachen entsprechend. Wer hier derzeit investiert, liefert sich damit enormen Risiken aus. Das muss nicht in einen großen Kursrutsch münden, zumidnest die Möglichkeit eines solchen sollte aber im Hinterkopf behalten werden.
Abwarten und Tee trinken
Es lässt sich jetzt nur abwarten, was tatsächlich bei der Rettung von Uniper herauskommen wird. Dass die Bundesregierung den Versorger nicht fallenlassen wird, machte sie bereits unmissverständlich klar. Wie genau die Rettung aussehen mag, bleibt aber trotz der neuerlichen Gerüchte offen. Fraglich ist auch, ob die wiederaufgenommenen Gaslieferungen durch Nord Stream 1 noch einmal Einfluss auf das Endergebnis haben werden.
21.07.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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