
Bei der Aktie von Uniper bleibt noch Potenzial für weitere Kursverluste
Keine guten Aussichten für Anleger
Als Reaktion auf enorme Probleme bei der Gasbeschaffung und ein von der Bundesregierung initiiertes Rettungspaket ist die die Uniper-Aktie zuletzt mit Karacho in die Tiefe gestürzt. Die Anleger bekamen in den letzten Tagen ein Rekordtief nach dem anderen zu sehen. Nach Ansicht von Analysten könnte es aber noch dicker kommen.
Am Montag mussten die Aktionäre weitgehend hilflos dabei zusehen, wie die Aktie von Uniper (DE000UNSE018) um weitere 12,4 Prozent in die Tiefe rauschte und bei 6,54 Euro den tiefsten Schlusskurs seit dem Börsengang im Jahr 2016 hinlegt. Zeitweise waren sogar schon 6,22 Euro auf dem Ticker zu sehen. Vieles spricht dafür, dass hier noch nicht das Ende der Talfahrt erreicht wurde.
Zumindest warnen vor einem eben solchen Szenario derzeit die Analysten von JP Morgan. Dort haben die Experten nachgerechnet und die Kursverwässerung durch die vom Staat finanzierte Kapitalerhöhung berücksichtigt. Bekanntlich sichert der Bund sich Anteile zu Schleudepreisen von 1,70 Euro je Aktie. Die Analysten kommen dadurch zu dem Schluss, dass ein fairer Wert nun bei ledilgich noch 5,30 Euro anzusetzen wäre.
Nur knapp darüber wird dann auch das Kursziel mit 5,50 Euro veranschlagt. Damit bleibt auch jetzt noch einiges an Abwärtspotenzial und die erneut gedrosselten Gaslieferungen aus Russland dürften die Stimmung bei den Aktionären nicht unbedingt aufhellen. Es ist also erst einmal mit weiteren roten Vorzeichen zu rechnen.
Uniper muss sich neu erfinden
Dass mit dem aktuellen Geschäftsmodell auf Dauer kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, ist auch Uniper selbst klar. Entsprechend arbeitet das Management bereits daran, sich vollkommen neu aufzustellen. Details dazu gibt es allerdings noch nicht. Vielleicht ist ein Pilotprojekt in Ostfriesland rund um das Thema Wasserstoff und dessen Speicherung als ein vorsichtiges Signal dafür zu verstehen, in welche Richtung es gehen könnte. Für den Moment ist für Anleger aber nicht viel zu holen.
26.07.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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