
Droht Tesla im Zeitplan zurückzufallen?
Schon wieder keine Entscheidung
In Rekordzeit stampfte Tesla in Grünheide eine neue Gigafactory aus dem Boden und eigentlich sollte noch vor Jahresende die Produktion dort beginnen. Das wird jetzt aber kaum noch zu halten sein, denn mal wieder machen Umweltschützer dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Jene klagten gegen das Landesumweltamt, welches erhöhte Fördermengen beim lokalen Wasserwerkt genehmigte.
Eben diese Genehmigung steht nun weiter auf der Kippe und das wiederum gefährdert die Aktivitäten von Tesla. Satte 1,4 Millionen Kubikmeter benötigt das neue Werk von Tesla (US88160R1014) jährlich, wie bei „rbb24“ zu lesen ist. Sollten diese nicht geliefert werden können, kann die Produktion nicht, oder zumindest nicht wie geplant an den Start gehen.
Die Entscheidung über das Thema wurde nun erneut vertagt, einen neuen Termin für eine Anhörung gibt es bisher noch nicht. Selbst im besten Fall wird das Thema sich also bis ins neue Jahre verschieben. Selbst dann steht noch in den Sternen, ob eine Entscheidung schnell kommen wird und ob diese mit Auflagen daherkommt oder nicht.
Der Tesla-Aktie setzte all das im Handel am Montag ordentlich zu. An den hiesigen Märkten ging es um 3,8 Prozent in die Tiefe, nachdem schon an den Tagen zuvor aufgrund größerer Verkäufe von Konzernchef Elon Musk tiefrote Vorzeichen zu sehen waren. Mittlerweile ist der Kurs auf gut 870 Euro gefallen. Ende November wurde noch bei 1.080 Euro das bisherige Allzeit-Hoch markiert.
Der Wind wird rauer
Obschon die langfristigen Aussichten für Tesla unverändert gut ausfallen, wird der Gegenwind für den E-Autobauer derzeit immer stärker. Die ganz große Euphorie scheint für den Moment vorbei zu sein und neuerliche Kursrekorde dürften erst einmal kein Thema sein. Schon allein deshalb nicht, weil Tesla-Chef Elon Musk mit seinen geplanten Aktienverkäufen nocht lange nicht fertig ist.
Gleichwohl sei aber auch gesagt, dass das Papier sich noch immer auf hohem Niveau bewegt. Die Marktkapitalisierung liegt weiterhin jenseits von einer Billion USD, wenn auch nur noch knapp. Dennoch lässt das einst belächelte Unternehmen sämtliche anderen Vertreter der Branche alt aussehen und das mit weitaus geringeren Auslieferungszahlen als beispielsweise VW.
07.12.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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