
Für die Allianz könnte es jetzt richtig dicke kommen
Es ist noch nicht vorbei
Abseits der Ukraine-Krise waren gleich mehrere Sturmtiefs das beherrschende Thema am Wochenende. Vor allem, aber nicht nur in Norddeutschland sorgten Zeynep und Co. für teils schwere Schäden an Häusern. Dächer wurden abgedeckt, Bäume aind umgefallen und zahllose Fahrzeuge wurden beschädigt. Nach ersten Schätzungen dürften die Sturmschäden in die Milliarden gehen.
Für Schäden am Haus selbst gibt es die Gebäudeversicherung, während bewegliche Gegenstände im Haushalt durch die Hausratversicherung abgedeckt sind. Schließlich springt die Kaskoversicherung ein, wenn der Sturm Schäden am Auto verursacht haben sollte. Passende Policen zu all diesen Versicherungen finden sich im Portfolio der Allianz (DE0008404005). Entsprechend dürften bei jener in den nächsten Tagen zahllose Anträge auf Kostenübernahme eintrudeln.
Natürlich lässt sich nur schätzen, zu welchen Kosten das führen könnte. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Anleger sich jetzt erst einmal vorsichtig verhalten werden. Nach eher ernüchternden Zahlen stand die Allianz in den letzten Tagen an den Märkten ohnehin schon unter Druck. Das stürmische Wetter mit Windstärken, die häufig über 8 lagen, könnte die Korrekturbewegung jetzt noch weiter antreiben.
Noch ist das Ganze auch längst nicht durchgestanden. Während dieser Artikel entstand, blies weiterhin ein heftiger Wind und der Deutsche Wetterdienst warnt auch für den heutigen Montag noch vor anhaltenden Unwettern. Dass die Börsen allgemein eher schlecht gelaunt sind, dürfte weiter dazu beitragen, dass die Aktie der Allianz zu Wochenbeginn unter keinem besonders guten Stern steht.
Kein Grund zur Sorge?
Nach all diesen warnenden Worten sei aber gesagt, dass die Allianz-Aktie sich grundsätzlich weiterhin im Aufwärtstrend befindet. Auch wenn das Papier auf Jahressicht „nur“ auf ein Plus von knapp zehn Prozent blickt, so ging es immerhin in die richtige Richtung, was derzeit keine Selbstverständlichkeit ist. Solange sich weitere Verwerfungen also in Grenzen halten, gibt es erst einmal keinen Grund zur Panik und vielleicht könnte sich sogar noch eine Einstiegschance ergeben. Für den Moment ist nur zu hoffen, dass der Sturm keine allzu große Verwüstung hinterlassen wird. Sowohl für die Allianz als auch die Einwohner in den betroffenen Regionen.
21.02.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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