
Die Allianz stoppt ihre Werbung auf Twitter und lässt sich von Elon Musk nicht einschüchtern
Die Werbekunden werden vorsichtiger
Bekanntlich hat Elon Musk mittlerweile Twitter für eine wahnwitzige Summe geschluckt und will auf der Plattform nun nach eigenen Worten für mehr „Redefreiheit“ sorgen. Das stößt zuweilen auf Unbehagen, und das gerade auch bei den wichtigen Werbekunden.
Wie einer Umfrage des „Handelsblatt“ zu entnehmen ist, distanziert sich nun auch die Allianz (DE0008404005) von ihren Werbeanzeigen auf Twitter (US90184L1026). Für den Moment wurden die dortigen Kampagnen auf Eis gelegt. Drohungen von Elon Musk, abtrünnige Werbekunden bloßzustellen, hinterlassen bei dem Versicherer keinerlei Eindruck.
Die Allianz ist mit dieser Entscheidung längst nicht alleine. Immer mehr (ehemalige) Werbepartner von Twitter kündigen der Plattform die Freundschaft. Befürchtet wird, dass Musk bei der Plattform der Verbreitung von Hass- und Hetzbotschaften Tür und Tor öffnet. Neben solchen will natürlich kein Unternehmen gerne auftauchen und so zieht manch einer schon frühzeitig die Reißleine.
Für die Allianz dürfte sich durch diesen Schritt nicht allzu viel verändern. Wie das Unternehmen mitteilt, habe man bisher nur in einem geringen Umfang auf Twitter geworben. Die hauptsächlichen Kanäle sind an anderer Stelle zu finden und an dieser Stelle darf auch angezweifelt werden, dass besonders viele Nutzer gerade bei Twitter auf die Idee gekommen sind, Versicherungen abzuschließen.
Die Allianz-Aktie auf einem guten Weg
Das Ganze steht dann auch der Erholung der Allianz-Aktie nicht im Weg, welche die Kurse seit Mitte Oktober bereits um rund 14 Prozent ansteigen ließ. Charttechnisch lässt sich momentan darauf hoffen, dass der Titel seinen Tiefpunkt hinter sich gelassen hat, auch wenn es für die Käufer unverändert noch viel zu tun gibt. Die Werbeaktivitäten auf Twitter werden darauf aber letztlich keinerlei Einfluss haben. Von den Drohungen von Elon Musk könnten die Anleger sich dabei ebenso unbeeindruckt zeigen wie die Allianz selbst. Sonderlich viel zum Bloßstellen dürfte Twitter schlicht nicht in der Hand haben.
08.11.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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