
Auch in Zukunft will sich die Commerzbank bei Cloud und KI auf US-Konzerne verlassen
Eine europäische Alternative zu Google und Co. erkennt die Commerzbank nicht
US-Präsident Donald Trump hat die Welt mit seinen drakonischen Zöllen vor den Kopf gestoßen und manche Partnerschaft infrage gestellt. Speziell in Europa stellt sich spätestens jetzt die Frage, ob dem Verbündeten aus Übersee noch allzu sehr getraut werden kann. Gefordert wird verstärkt, sich auf eigene Stärken zu konzentrieren und die Abhängigkeit von den USA nicht zuletzt im digitalen Sektor zu reduzieren.
Mit Blick darauf interessierte sich die „FAZ“ dafür, wie die Commerzbank (DE000CBK1001) diesbezüglich aufgestellt ist. Das Frankfurter Geldhaus setzt in Sachen Cloud und KI schon seit Jahren auf die Dienste von Microsoft und Google. Gegenüber der Zeitung ließ man mitteilen, dass es dabei auch bleiben soll. Eine europäische Alternative dazu wird nicht erkannt und es scheint auch keinen „Plan B“ zu geben.
Für die Anleger ergeben sich daraus keine akuten Risiken, aber durchaus ein Damoklesschwert, das unbequem über dem Unternehmen schwebt. Sollte sich aus den jüngsten Verstimmungen im Welthandel noch ein waschechter Handelskrieg entwickeln, so wird die EU früher oder später mit Sicherheit die Digitalkonzerne aus den USA ins Visier nehmen. Einige Vertreter der Politik fordern schon jetzt entsprechende Maßnahmen.
Die Commerzbank-Aktie lassen solche Sorgen nicht einbrechen. Allerdings reicht die allgemeine Verunsicherung an den Märkten schon mehr als aus, um heftige Korrekturen zu bewerkstelligen. Am Donnerstag ging es bereits um knappe fünf Prozent in Richtung Süden. Heute Morgen machten die Bären munter weiter und ließen den Kurs um weitere fünf Prozent bis auf 20,50 Euro purzeln.
Commerzbank: Schockschwerenot!
Noch lässt sich gar nicht genau absehen, welche Folgen der Zollhammer aus den USA haben wird. Einig sind sich Experten und Marktakteure aber darüber, dass daraus nichts Gutes entstehen wird. Vorsorglich gehen die Anleger in Deckung und vorherige Kurstreiber wie steigende Dividenden und die Übernahmepläne von UniCredit treten in den Hintergrund. Aufgrund der vorherigen Rallye gibt es bei der Commerzbank nun auch einen fruchtbaren Boden für Gewinnmitnahmen.
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04.04.2025 - Daniel Eilenbrock
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