
HelloFresh kann mit einem überraschend starken ersten Quartal punkten
Damit haben die Aktionäre nicht gerechnet
Erst am Dienstag kam die HelloFresh-Aktie auf einem neuen 52-Wochen-Tief an und die Stimmung bei den Anelgern schien kaum noch schlechter ausfallen zu können. Der Kochboxen-Versandhändler war des Öfteren am unteren Ende des DAX vorzufinden, was auf gleich mehrere Gründe zurrückzufühgen ist.
Zum einen lasteten zuletzt ganz klar Reszessionssorgen und Zinsängste auf der Aktie von HelloFresh (DE000A161408) und der Abwärtstrend sich geradezu unaufhaltsam zu sein. Die Skeptiker wurden am Mitwoch aber erst einmal etwas an der Nase herumgeführt. Denn statt weiterer Verluste setzte der Titel sich am Mittwoch mit einem Kurssprung um satte 11,55 Prozent mit weiterm Abstand an die Spitze des DAX.
Zustande kam das durch die jüngst vorgestelten Quartalszahlen, welche in naherzu jeder Beziehung überzeugen konnten. Die Umsätze kletterten von Januar bis März auf sage und schreibe 1,915 Milliarden Euro, nachdem im gleichen Zeitraum im letzten jahr lediglich 1,44 Milliarden Euro erzielt werden konnten.
Allen Widrigkeiten und schlechtgelaunten Analysten zum Trotz kann HelloFresh also endlich wieder etwas punkten und die Erwartungen an den Märkten entweder erfüllen oder sogar übertreffen. Allzu sehr sollten die Anteilseigner sich auf den gestrigen Aufschlägen aber nicht ausruhen, denn die stehen nach wie vor auf eher wackeligen Beinen. Auf Corona kann sich niemand meher als Usmatztreiber verlassen, während der generelle Abwärtstrend unverändert aktiv bleibt. Schon allein, um die 47 Prozent an Verlust seit Jahresbeginn wieder aufholen zu können, müssten die Käufer jetzt nochmal ordentlich Gas geben.
Grund zum Feiern?
Grundsätzlich soll niemandem der Kurssprung von gestern bei HelloFresh madig geredet werden und für den Moment darf auch zweifellos kurz durchgeschnauft werden. Die Lage für das Papier bleibt aber weiterhin angepannt, da mit dem Ukraine-Krieg und der rapide steigenden Inflation vollkommen unsicher ist, welche Entwicklugnen es in den kommenden Wochen und Monaten noch zu sehen geben wird.
28.04.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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