
K+S: Das wird jetzt ganz bitter
Rolle rückwärts nach nur einem Monat
Der Kali- und Streusalz-Produzent K+S hat sich den Montagnachmittag ausgesucht, um dem Markt eine schlechte Nachricht zu präsentieren. Denn wie das Unternehmen mitteilte, dürfte man bis Jahresende beim Düngemittel-Ausgangsstoff Kaliumchlorid bis zu 300.000 Tonnen weniger produzieren. Damit reagiere der Konzern auf eine aktuell schwache Kalinachfrage, die insbesondere durch einen Importstopp in China verursacht sein soll.
Bildnachweis: © Südzucker AG
Mit weitreichenden Folgen auch für die Profitabilitätsziele. Denn man erwartet für das EBITDA einen negativen Effekt von bis zu 80 Millionen Euro. Das größte Problem dabei: Erst Mitte August hatte sich K+S sehr optimistisch für das Gesamtjahr gezeigt und einen deutlichen Anstieg beim operativen Ergebnis auf 730-830 Millionen Euro prognostiziert. Damit hatte man die vorhergehende Prognose besonders stark am unteren Ende nach oben eingeengt.
Aktie im Sturzflug
Nun also faktisch Rolle rückwärts mit fast schon dramatischen Auswirkungen auf die Aktie. Diese verlor heute zeitweise über 9 % und kann zum Handelsschluss nur knapp über dem Tagestief notieren. Doch das kann kaum beruhigen. Denn damit liegt man inzwischen auf dem tiefsten Niveau seit über zehn Jahren. Wobei das schwierigste wohl sein wird, dass man binnen eines Monats einen solchen Stimmungsumschwung verzeichnet haben soll. Letztlich wird hier die Aktie auch abgestraft, dass man wohl im August schlichtweg den Mund zu voll genommen hatte, obwohl schon zuvor Konkurrenten wie NUTRIEN vorsichtigere Töne angeschlagen hatten.
Fazit: Derzeit ist faktisch nichts zu erkennen, was bei K+S für einen schnellen Rebound sorgen könnte. Hier ist viel Vertrauen zerschlagen worden. Deshalb würden wir dazu raten, von dieser Aktie die Finger zu lassen.
23.09.2019 - Carsten Müller - cm@ntg24.de
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