
Bei SAP haben die Bullen es weiterhin mit viel Gegenwind zu tun
Das sieht gar nicht gut aus
Die Zinswende und die Furcht vor einer Rezession haben vor allem den Tech-Sektor schwer getroffen. Auch die SAP-Aktie hatte in den letzten Monaten wenig zu lachen und musste immer neue Tiefschläge hinnehmen. Auch am Freitag ging es hier wieder rasant in die Tiefe.
Mit Abschlägen in Höhe von 2,93 Prozent fiel der Titel bis auf 85,29 Euro herab und kam damit dem 52-Wochen-Tief bei 83,95 Euro schon wieder verdächtig nahe. Dabei ist es nicht so, als hätten Software-Konzerne in diesem Jahr nur für große Enttäuschungen gesorgt. Manches Mal freuten die Anleger sich sogar über ein recht ansehnliches Wachstum, allen Problemen zum Trotz.
Das Problem für SAP (DE0007164600) dabei: in der Regel war es die Konkurrenz, welche bei den Börsianern für kurze Phasen der Begeisterung sorgen konnte. Der deutsche Software-Riese hingegen gilt als angestaubt und scheint beim Thema Cloud ein wenig den Anschluss an Salesforce (US79466L3024) und Co. zu verlieren. Zwar wird hinter den Kulissen mit Hochdruck daran gearbeitet, daran etwas zu ändern. Offenbar traut aber längst nicht jeder SAP dabei einen Erfolg zu.
Mit Kursverlusten von 31,35 Prozent seit Jahresbeginn lässt sich für den Moment nur nüchtern festhalten, dass die SAP-Aktie schon bessere Tage erlebt hat und im Abwärtstrend festhängt. Solange sich an der Ausgangslage nichts ändert, wird es dabei wohl erst einmal bleiben und auch das Erreichen neuer Tiefststände kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.
Hoffnungsschimmer für SAP?
Um die Richtung an der Börse zu ändern, muss SAP entweder wieder mit besseren Zahlen punkten oder schlicht auf ein Ende der Zinssorgen hoffen. Beides erscheint aus Anlegersicht aktuell wenig wahrscheinlich und so ist die Zurückhaltung auf Käuferseite letztlich nachvollziehbar. Schnäppchenjäger werden da natürlich hellhörig, müssen aber deutlich höhere Risiken als bei manch anderer günstig bewerteter Aktie in Kauf nehmen.
29.08.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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