
Tesla schwächelt im wichtigen chinesischen Markt
Das gefällt Anlegern überhaupt nicht
Zwar konnte Tesla zuletzt global wieder einmal Absatzrekorde erzielen. Besonders in einem Markt scheint der US-Konzern aber zu schwächeln, und zwar im chinesischen. Dummerweise handelt es sich dabei um den größten und wichtigsten Automarkt auf dem Planeten. Entsprechend enttäuscht reagieren die Anleger darauf, dass Tesla dort nur noch deutlich weniger Autos an den Mann oder die Frau bringen kann.
Wie beim „Handelsblatt“ zu lesen ist, ist der Absatz von Tesla (US88160R1014) in China im Dezember um knapp die Hälfte eingebrochen. Niedrigere Verkaufszahlen wurden zuletzt im Sommer erreicht. Doch damit nicht genug. Nicht nur scheint die Nachfrage schwer nachzugeben. Auch die Marge droht dahinzuschmelzen, nachdem Tesla schon mehrere Preissenkungen durchsetzen musste.
Zum Teil lassen sich die geringeren Absätze auch mit der chaotischen Corona-Situation in China erklären, welche die Produktion stellenweise lahmlegte. Das reicht mittlerweile aber nicht mehr als Ausrede aus, um von einem kleinen Durchhänger zu sprechen. Es wird immer offensichtlicher, dass Tesla im Reich der Mitte schwer zu kämpfen hat.
Obsolet werden Model 3 und Co. dadurch im Reich der Mitte kaum werden, doch das Wachstum scheint für den Moment erst einmal einen Deckel erhalten zu haben. Durch das Ende der Null-Covid-Politik hofft manch einer zwar noch auf ein Aufblühen der Wirtschaft und der Konsumlaune, trotz der heftigen Infektionswelle im Land. Ob davon auch Tesla profitieren kann, lässt sich aber kaum abschätzen.
Verliert Tesla den Anschluss?
In den letzten Wochen verdichteten sich Anzeichen dafür, dass chinesische Konkurrenten immer mehr zu Tesla aufschließen und den US-Konzern vielleicht sogar abhängen könnten. Zwar ist hier noch lange nichts entschieden und noch bleibt Tesla Zeit zum Reagieren. Für viele Anleger ist aber fraglich, ob vom Teilzeit-Chef Elon Musk da noch allzu viel kommen wird. Wie gehabt wurde an der Börse viel Vertrauen vernichtet und die Tesla-Aktie rutschte am Donnerstag um weitere drei Prozent auf nur noch 103,50 Euro in die Tiefe.
06.01.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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