
Zollkrieg hat begonnen, Grenke mit starkem Neugeschäft und BP weitet Produktion aus - BÖRSE TO GO
Der Zollkrieg hat begonnen - Präsident Trump löst zentrales Wahlversprechen ein
Der Zollkrieg hat begonnen. Präsident Trump löst ein zentrales Wahlversprechen ein und überzieht die Handelspartner mit erheblichen Strafzöllen. Grenke startet mit einem starken Neugeschäft ins neue Jahr. In den ersten drei Monaten erzielte man ein Wachstum von mehr als 10 %. BP löst seine Versprechen ein und baut die Öl- und Gas-Produktion aus. Für Donnerstag wird die Ankündigung der Produktionsausweitung in Trinidad erwartet.
Die asiatischen Aktienmärkte reagieren am Donnerstagmorgen mit Kursverlusten auf die angekündigten Strafzölle der Amerikaner. Im Verlauf der Sitzung ist keine Benchmark im Plus und der Hang Seng Index und der Nikkei 225 Index führen die Liste der Verlierer an. Die Börse Hongkong wird zwischenzeitlich mehr als -2,10 % im Minus gesehen und Tokio verliert zeitweise mehr als -3,30 %. Der DAX-Future (Juni) wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse bei 22.076,00 Punkten (-0,35 %) gehandelt.
Die Volatilität bleibt hoch. Nach einem starken Tag folgte am Mittwoch ein schwacher in Frankfurt. Alle deutschen Benchmarks gaben relativ gleichmäßig ab. Am besten konnte sich der TecDAX mit einem Tagesverlust von -0,62 % auf 3.613,72 Punkte halten. Der DAX gab -0,66 % auf 22.390,84 Punkte und der SDAX verlor -0,70 % auf 15.313,44 Punkte. Das Schlusslicht bildet erneut der MDAX mit einem Verlust von -0,71 % auf 27.494,40 Punkte. Die größten Verlierer im Mid Cap Index waren erneut die Aktien von Carl Zeiss Meditec (DE0005313704), die -5,36 % auf 55,60 Euro verloren.
Der Handel in New York setzte hingegen seine Bodenbildung fort. Alle US-Benchmarks stiegen, obwohl Präsident Trump die schärfsten globalen Zollerhöhungen seit einem Jahrhundert einführte. Am stärksten performte der Nasdaq 100 Index, der um 0,75 % auf 19.581,78 Punkte kletterte. Der größte Gewinner innerhalb des Index waren dabei die Aktien von Tesla (US88160R1014), die trotz sehr schwacher Auslieferungen um 5,33 % auf 282,76 US-Dollar sprangen. Der S&P 500 Index verbesserte sich ebenfalls deutlich um 0,67 % auf 5.670,97 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index stieg um 0,56 % auf 42.225,32 Punkte.
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Der Zollkrieg hat begonnen
Präsident Trump löste am Mittwoch ein zentrales Wahlversprechen ein und kündigte ab Mitternacht am Samstag neue Zölle für nahezu alle Länder an, mit denen die USA Handel betreiben. Die Mindestzölle liegen bei 10 % für Exporte in die USA, können aber bei einigen Länder deutlich über 50 % steigen. Erstere werden Samstag Nacht eingeführt, die höheren Zölle am 09. April. Im Fokus sind vor allem asiatische Länder, die einen starken Handelsbilanzüberschuss mit den USA haben. Dazu gehört auch China, der größte Handelspartner des Landes. Mexiko und Kanada waren von den Ankündigungen ausgenommen und werden eigene Zollregime bekommen. Parallel drohte das Weiße Haus auch, dass man die Zölle weiter erhöhen wird, wenn ein Handelspartner seinerseits mit Zollerhöhungen auf die protektionistischen Maßnahmen der USA reagiert. Kleinere Handelspartner wie Thailand, denen Strafzölle in Höhe von 36 % drohen, haben bereits angekündigt, auf die Forderungen des Weißen Hauses einzugehen und ihre Zollpolitik gegenüber den USA zu ändern, um den Strafzöllen zu entgehen.
Grenke mit starkem Neugeschäft
Grenke (DE000A161N30) ist stark in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die Leasinggesellschaft meldete am Morgen, dass das Neugeschäft im 1. Quartal um 10,6 % auf 740,6 Mio. Euro von zuvor 669,8 Mio. Euro geklettert ist. Noch stärker stieg die Profitabilität. Grenke stellt zur Messung der Profitabilität auf den Deckungsbeitrag 2 (DB2) ab, der in den ersten drei Monaten um 15,6 % auf 130,3 Mio. Euro gestiegen ist. Die DB2-Marge erhöhte sich dadurch von 16,8 % auf 17,6 %. Für das Factoringgeschäft hat man mit der Schweizer Teylor AG als Käufer gefunden, die allerdings das Geschäft nur schrittweise übernehmen wird. Grenke erwartet, dass der Verkauf sich bis Mitte 2026 hinziehen wird. In der Zwischenzeit verzeichnete man im Factoringgeschäft einen Rückgang des Neugeschäftsvolumens von 212,9 Mio. Euro auf 194,7 Mio. Euro (-8,5 %) im 1. Quartal.
BP weitet Produktion aus
Das Management von BP (GB0007980591) löst Stück für Stück die gemachten Versprechen ein. Nach einem Einbruch der Profitabilität hat man den Aktionären eine Abkehr von dem Ausflug in die erneuerbaren Energien und eine Rückkehr ins profitable Öl- und Gas-Geschäft versprochen. Nachdem man bereits im vergangenen Monat ein Großprojekt gestartet hatte, wird für heute der Produktionsstart in einem neuen Feld in Trinidad erwartet. BP produziert bereits seit Anfang der 70er-Jahre in Trinidad, aber hat die Produktion nun durch den Einsatz neuer Technologien deutlich ausweiten können. Obendrein steht bereits eine Anlage zur Verflüssigung von Erdgas zur Verfügung. BP hatte auf dem jüngsten Investorentag versprochen, dass man bis zum Ende der Dekade das LNG-Geschäft massiv ausbauen wird.
Tagestermine
Am Nachmittag um 16:00 Uhr erwarten wir den amerikanischen ISM Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Monat März. Die Ökonomen gehen von einem leichten Rückgang von 53,5 Punkten im Februar auf nun 53,0 Punkte aus.
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03.04.2025 - Mikey Fritz
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