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Mit der Rückzahlung weiterer Staatshilfen bereitet sich Uniper auf die erneute Privatisierung vor
Uniper wird für Anleger wieder interessanter
Noch hält der Bund rund 99 Prozent der Anteilsscheine von Uniper, sodass nur ein Bruchteil der Aktien an den freien Märkten handelbar ist. Das soll sich aber in nicht allzu ferner Zukunft ändern und noch in diesem Quartal werden dafür Vorbereitungen getroffen.
Wie Uniper (DE000UNSE026) kürzlich mitteilte, will der Energiekonzern weitere 2,6 Milliarden Euro an Staatshilfen zurückzahlen. Das ist etwas mehr als erwartet. Uniper verweist auf gute Ergebnisse aus den vergangenen Jahren, welche dem Unternehmen offenbar einiges an Handlungsspielraum verschaffen. Im vergangenen Jahr wurden bereits 530 Millionen Euro an die Staatskasse überwiesen. Die Begleichung dieser Schulden ist Teil der Auflagen, welche die EU-Kommission bei der Verstaatlichung erließ.
Wann die Reprivatisierung ansteht, ist allerdings noch ungeklärt. Vorstandschef Michael Lewis sieht den Ball klar beim Mehrheitsaktionär, also der Bundesregierung. Jene wird eine Entscheidung aber vermutlich nicht fällen, bevor eine neue Regierung stehen wird. Die CDU als Wahlgewinner strebt an, dies noch vor Ostern zu erreichen. Welche Pläne die Partei mit Uniper hat, ist allerdings offen.
Die Uniper-Aktie legt wieder zu
An der Börse wird der erneuten Privatisierung von Uniper schon seit Längerem entgegengefiebert. Die jüngsten Ankündigungen trieben den Kurs auf 45,54 Euro. Das sind knapp zwölf Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Die bisherige Regierung skizzierte bereits einen möglichen Ausstieg und bevorzugte dabei einen geregelten Börsengang unter Beteiligung der freien Märkte. Ein außerbörslicher (Teil-)Verkauf wurde aber bisher nicht explizit ausgeschlossen.
Rekordgewinne fährt Uniper derzeit zwar nicht mehr ein, da Öl- und Gaspreise sich auf einem bescheideneren Niveau eingependelt haben. Dennoch bleiben rosige Zukunftsaussichten, da speziell die Nachfrage nach Erdgas immer weiter zuzulegen scheint. Eben deshalb wäre die Aktie nicht uninteressant, würden mehr Anteilsscheine sich im Streubesitz befinden.
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27.02.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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