
Wayne Griffiths verabschiedet sich von seinem Chefposten bei Seat, was beim Mutterkonzern Volkswagen nicht eben begrüßt werden dürfte
Griffiths blickt auf viele Erfolge bei Volkswagen zurück
Sorgenkinder gab und gibt es bei Volkswagen eigentlich immer. Im Jahre 2020 zählte auch Seat in diese Kategorie. Doch nicht zuletzt aufgrund des Aufstiegs von Cupra konnte dieser Status erfolgreich überwunden werden. Mittlerweile gehört die Marke zu den am schnellsten wachsenden Automarken Europas. Zu verdanken ist dies zu nicht unwesentlichen Teilen dem bisherigen Chef Wayne Griffiths.
Letzterer kündigte nun aber überraschend an, mit sofortiger Wirkung seinen Posten zu räumen. Wie im „Handelsblatt“ zu lesen ist, erfolgte diese Entscheidung wohl auf persönlichen Wunsch hin. Griffiths möchte sich nach eigener Angabe neuen Herausforderungen widmen. Kommissarisch wird sein Amt nun von Markus Haupt übernommen, bis ein regulärer Nachfolger für die Stelle gefunden werden kann.
Bei Volkswagen (DE0007664039) dürfte man über den Abschied wenig erfreut sein. Nachgesagt wird dem ehemaligen Seat-Chef, den Aufbau der schwer erfolgreichen Marke Cupra entscheidend mitgestaltet zu haben. Der Verlust eines solch angesehenen Managers ist gerade in den aktuell schwierigen Zeiten nicht die beste Nachricht. Dass die Trennung auf eigenen Wunsch erfolgt, kann die Enttäuschung aber zumindest etwas lindern.
Abzuwarten bleibt nun, wer künftig bei Seat das Steuer übernehmen wird. Trotz der mittlerweile komfortablen Ausgangslage wird es etliche Herausforderungen zu bewältigen geben. Denn mit einem einfachen „weiter so“ wird das Wachstumstempo auf lange Sicht kaum aufrechterhalten werden können. Gere im Automobilsektor sind ständige Innovationen gefragt.
Volkswagen: Die Anleger wirken gefasst
Die Volkswagen-Aktie reagierte nicht allzu sehr auf den überraschenden Abschied. Heute Morgen verlor der Titel lediglich um 0,2 Prozent an Wert und auch am Donnerstag fielen die Abschläge nicht überdurchschnittlich aus. Allerdings bleibt der Titel mit 94 Euro auf einem denkbar niedrigen Niveau und für einen Angriff auf die 100-Euro-Marke sind andere Schlagzeilen gefragt. Die enormen Sorgen aufgrund der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Autozölle dürfte aktuell aber ohnehin von kaum etwas gelindert werden können.
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01.04.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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