
Apple kämpft anscheinen mit Stabilitätsproblemen bei Apple Intelligence und in China verliert das iPhone Marktanteile
Es weht wohl weiterhin Gegenwind für Apple
Mit der Ankündigung von Apple Intelligence gelang dem iPhone-Hersteller vor einer Weile noch ein regelrechter Befreiungsschlag. Im vergangenen Monat freute die Apple-Aktie sich nach der Ankündigung über kräftigen Rückenwind und es konnten zeitweise neue Kursrekorde erreicht werden. Zuletzt ließ die Vorfreude aber schon wieder nach, und das anscheinend nicht ganz ohne Grund.
Kursverluste bei Apple (US0378331005) in der vergangenen Woche haben zwar in erster Linie mit einer allgemein kühleren Stimmung im Segment zu tun. Der Tech-Gigant kämpft aber allem Anschein nach auch mit eigenen Problemen. Der Nachrichtendienst „Bloomberg“ will in Erfahrung gebracht haben, dass Apple Intelligence wohl nicht mit iOS 18 eingeführt werden soll. Grund dafür seien Stabilitätsprobleme, welche nicht näher spezifiziert wurden.
In der Praxis würde dies bedeuten, dass iPhone 16 und iPhone 16 Pro im September zunächst ohne KI-Funktionen auf den Markt kommen würden. Wann solche nachgeliefert werden, scheint offen zu sein. Hinter den Kulissen soll die Integration bereits auf Hochtouren vorangetrieben werden. Es scheint jedoch, als würden die Entwickler dabei auf einige unerwartete Probleme stoßen. Bestätigt wurde dies durch Apple selbst allerdings nicht und der Konzern dürfte sich wie gewohnt in Schweigen hüllen, wenn es um Neuentwicklungen geht.
Apple verliert in China
Es ist jedoch aktuell nicht die einzige Baustelle bei Apple. Ganz unabhängig von KI-Sorgen kämpft der Hersteller offenbar mit dezenten Absatzproblemen in China. Darauf weisen zumindest Daten der Marktforscher von IDC hin. Jenen zufolge ist Apple im Ranking der erfolgreichsten Smartphone-Anbieter in China weiter abgerutscht. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Verkäufe um 3,1 Prozent zurückgegangen, sodass es nur noch für den sechsten Platz hinter heimischen Anbietern wie Huawei oder Xiaomi reicht.
Auffällig ist dabei, dass der Markt insgesamt weiter zulegen konnte. Laut IDC verkauften sich in China im vergangenen Quartal 71,6 Millionen Smartphones uns damit 8,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Davon konnten die chinesischen Hersteller kräftig profitieren und zum Teil zweistellige Wachstumsraten erzielen. Im Umkehrschluss lässt sich daran erkennen, dass Apple im Reich der Mitte schlicht weniger gefragt ist als in vergangenen Jahren. Schon in den letzten Monaten gab es Anzeichen für eine solche Entwicklung, die zum Teil auch auf US-Handelsbeschränkungen zurückzuführen ist.
So hat die chinesische Regierung Medienberichten zufolge schon vor Monaten Apple-Geräte aus den Behörden verbannt und man ist wohl sehr bemüht darum, die Vorzüge heimischer Smartphones in den Mittelpunkt zu stellen. Für Apple ist das eine bedenkliche Entwicklung. Der US-Konzern erzielt große Anteile seiner schwindelerregenden Umsätze in China. Dass sich die Kundschaft dort immer mehr für Alternativen erwärmen kann, ist auch für die Apple-Aktie nicht die beste Neuigkeit.
Ein böses Omen?
Noch hinterlässt Apple an der Börse ein ausgesprochen freundliches Bild mit Kursen, von denen die allermeisten anderen Unternehmen nicht einmal zu träumen wagen dürften. Doch Verluste von knapp drei Prozent aus der vergangenen Woche lassen sich nicht wegdiskutieren. Sowohl der Stimmungsdämpfer rund um den KI-Sektor als auch Anzeichen für eine sinkende Nachfrage in einem der wichtigsten Märkte sind klar als Warnsignal zu verstehen.
Apple ist nicht zu unterschätzen und es ist dem Tech-Konzern durchaus zuzutrauen, noch einmal den einen oder anderen Coup zu schaffen. Schließlich verfügt Cupertino über eine unglaubliche Marktmacht und das wohl mit Abstand beste Marketing im Segment. Ich würde die Apple-Aktie daher noch lange nicht als Abstiegskandidat bezeichnen. Doch viel vom Glanz des einst als Innovator geltenden Unternehmens scheint verschwunden zu sein und zumindest in den kommenden Wochen dürfte es nicht vollkommen unvernünftig sein, sich den Titel von der Seitenlinie aus anzusehen und dort die weiteren Entwicklungen abzuwarten.
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29.07.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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