
BASF investiert weiter in Erneuerbare Energien, welche der Konzern auch selbst zu nutzen gedenkt
Mehr Windenergie aus der Nordsee
Bereits zum zweiten Mal schmiedet BASF eine Kooperation mit dem schwedischen Versorger Vattenfall. Letzterer plant momentan mit der Errichtung von zwei Windparks nördlich der ostfriesischen Insel Borkum. BASF beteiligt sich daran nach eigenen Bekundungen mit einem Anteil von 49 Prozent und das auch aus einem direkten eigenen Interesse.
Wenn die Anlagen im Jahr 2028 in Betrieb gehen, sollen sie etwa sechs Terawattstunden an Energie produzieren. Das reicht aus, um 1,6 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Etwa die Hälfte davon will BASF (DE00f0BASF111) jedoch für seine eigenen Anlagen nutzen und sich damit unabhängiger von den hierzulande noch immer sehr hohen Energiepreisen machen.
Wie viel sich BASF den Spaß kosten lassen wird, das wurde nicht weiter kommuniziert. Schon zu Beginn des kommenden Jahres sollen nach der nun abgegebenen Absichtserklärung aber die endgültigen Verträge unterzeichnet werden. Ob sich das Projekt für BASF letzten Endes rentieren wird, darüber können die Anleger momentan aber nur spekulieren.
Entsprechend verhalten fiel die Reaktion an den Märkten gestern aus. Die BASF-Aktie freute sich zwar über grüne Vorzeichen. Ein Plus von gerade einmal 0,44 Prozent fiel aber nicht weiter ins Gewicht, zumal die Stimmung insgesamt sehr freundlich ausfiel und der DAX gerade neue Rekorde aufstellte. Von Euphorie ist da bei den Anteilseigern von BASF eher wenig zu spüren.
BASF denkt voraus
Es ist nicht das erste Mal, dass BASF sich mit Investitionen im großen Stil Kapazitäten bei Erneuerbaren Energien sichert. Das wird dem Konzern erst in einigen Jahren Vorteile bringen und kostet für den Moment vor allem Geld. Da aber bereits absehbar ist, dass fossile Energieträger mit der Zeit immer teurer werden, ist der Ansatz aus Anlegersicht nur zu begrüßen. BASF arbeitet daran, die Dauerbelastung der hohen Energiepreise auf lange Sicht zu reduzieren und damit auch die Aussichten für den Konzern nachhaltig aufzuhübschen.
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06.12.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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