
Carnival: Normalisierung des Geschäfts fast abgeschlossen
Carnival übertrifft die eigenen Prognose - Rückkehr in die Gewinnzone in 2023
Carnival lieferte starken Quartalszahlen ab, die über den eigenen Prognosen liegen. Obendrein präsentierte man einen starken Ausblick für das laufende Fiskaljahr, der einen Rückgang in die Gewinnzone verspricht.
Das Comeback der Kreuzfahrtgesellschaften setzt sich weiter fort. Die Zahlen von Carnival (PA1436583006) sind gut und steuern auf ein starkes Geschäftsjahr 2023 zu. Mit einem Umsatz von 4,4 Mrd. US-Dollar im 1. Fiskalquartal (28. Februar 2023) konnte man die Erlöse im Jahresvergleich nicht nur um 173 % steigern, sondern erreichte auch 95 % des Niveaus von 2019. Die Prognose des Managements ist zudem, dass sich das Gesamtjahr weiter verbessern wird.
Auf „bereinigter“ Basis erreichte man ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen von 382 Mio. US-Dollar. Das lag sogar noch einmal 32 Mio. US-Dollar über dem oberen Ende der unternehmenseigenen Prognose. Auch wenn man das Quartal nach Steuern immer noch mit einem Verlust abschliessen musste, ist die Situation inzwischen sehr gefestigt. So beendete Carnival das Quartal mit liquiden Mitteln in Höhe von noch 8,1 Mrd. US-Dollar, nachdem man in den vergangenen drei Monaten einen positiven operativen Cashflow erreichen konnte. Das sind gute Tendenzen.
Carnival: Normalisierung des Geschäfts fast abgeschlossen
Ein Problem, das in Zukunft Stück für Stück gelöst werden muss, ist der scharf steigende Schuldendienst. Carnival ist durch die Lockdowns mit einer ganzen Reihe von Eigenkapitalerhöhungen und Anleiheemissionen gekommen. Da zeitweise die Umsätze fast gänzlich ausblieben, ergab sich mit der Zeit eine starke Ausweitung des Verschuldungsgrads. Anfänglich konnte man noch vergleichsweise geringe Kupons anbieten, doch die letzten Anleiheemissionen verteuerten sich deutlich, da die Bonität sank und gleichzeitig das Marktzinsniveau stieg.
Perspektivisch muss Carnival also den Fremdkapitalanteil zurückführen und bei wieder sinkenden Marktzinsen günstiger refinanzieren. Bis dahin wird der Zinsaufwand steigen, wie auch im abgelaufenen Quartal, wo das Finanzergebnis durch -539 Mio. US-Dollar nach -368 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal belastet wurde. Um das ins Verhältnis zu setzen: Der gesamte Verlust im abgelaufenen Quartal lag bei -693 Mio. US-Dollar.
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29.03.2023 - Mikey Fritz
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