
Tencent, Alibaba, Softbank – Unternehmen nähern sich der politischen Führung weiter an
Tencent plant zur Beschwichtigung den Verkauf der Anteile an Essenlieferanten
Der chinesische Markt konnte sich trotz der politischen Unruhen zuletzt wieder etwas stabilisieren. Dennoch bleiben die fast-growth Technologiewerte weit hinter den Erwartungen der Investoren zurück.
Die chinesische Tencent Holding (KYG875721634) ist eines der riesigen Technologieunternehmen im chinesischen Markt. Die Investmentgesellschaft ist primär in den Bereichen der Mehrwertdienste und Online-Werbedienstleistungen beteiligt. Dabei unterteilt sich die Geschäftstätigkeit von Tencent in drei übergeordnete Bereiche. Das VAS-Segment produziert Online-Spiele und unterhält auch die Community App WeChat. Das Segment Online-Werbung hat sich auf Display- und Performancebasierten Anzeigen fokussiert. Zahlungsdienstleistungen und Cloud-Services machen das dritte Segment aus.
Aufgrund der Interventionen der chinesischen Regierung brach besonders im Online-Werbungssegment der Umsatz ein. Durch die umfassenden neuen Datenschutzrichtlinien ist es Unternehmen wie Tencent nahezu unmöglich personalisierte Werbung für den Endverbraucher zu schalten. Durch den politischen Druck und die reduzierten Wachstumsaussichten korrigierte der Aktienkurs des Unternehmens seit Anfang 2021 bereits um mehr als 50 %.
Um die chinesische Aufsichtsbehörde nun zu beschwichtigen, plant Tencent offenbar den Verkauf der Anteile an den Essenslieferanten Meituan. Ursprünglich war Tencent im Jahr 2014 bei Metiuans Konkurrenten Dianping eingestiegen, doch die Unternehmen fusionierten im Jahr darauf. Tencent hält insgesamt 17 % der Anteile und plant den Großteil der Aktien an der Hongkonger Börse zu verkaufen.
Softbank verkauft Alibaba-Anteile für Rekordgewinn
Nach dem Rekordverlust im letzten Jahr setzt der Technologie-Investor Softbank (JP3436100006) alle Hebel in Bewegung, um in diesem wieder einen Nettogewinn zu erzielen. Softbank plant daher eine Reduzierung der Beteiligung an den wankenden Einzelhandelsriesen Alibaba (US01609W1027) von 23,7 % auf 14,6 %. Der Teilverkauf dürfte Softbank einen Gewinn von insgesamt 34 Milliarden US-Dollar bescheren.
Beachtlich ist der Verkauf aus dem Grund, da Alibaba im Jahr 2000 Softbanks erste Investition als institutioneller Investor war. Softbank CEO Masayoshi Son erklärte, dass der Teilverkauf alle Bedenken über zukünftige Mittelabflüsse ausräumen wird und das Unternehmen zudem gegen das derzeitige schwere Marktumfeld schützen wird.
Die Aktie von Alibaba stabilisiert sich weiterhin bei der 90 € -Marke. Zwar sind immer wieder kleinere Rücksetzer zu vermelden, doch der starke Abwärtstrend wurde erstmal gebrochen.
16.08.2022 - Felix Eisenhauer
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