
Produktionsausfälle in Sichuan belasten die Aktie von JinkoSolar
Das hören Anleger gar nicht gerne
Es dürfte bereits bekannt sein, dass eine Hitzewelle in der chinesischen Provinz Sichuan zu ernsthaften Problemen bei der vor allem auf Wasserstoff setzenden Stromversorgung führt. Das bekommen immer mehr auch die dort ansässigen Unternehmen zu spüren.
Ausgerechnet JinkoSolar (US47759T1007) musste kürzlich verlauten lassen, dass die Produktion in Sichuan aufgrund der mangelhaften Stromversorgung erst einmal eingestellt werden musste. Ein wenig ironisch mutet das schon an, stellt der Konzern mit seinen Solarpanelen doch Technik her, die an der Situation etwas zum Besseren ändern könnte.
Nichts sagen konnte JinkoSolar dazu, wie lange die Stromversorgung eingeschränkt bleiben wird und wann die Produktion in Sichuan wieder auf Hochtouren läuft. Allerdings ließ der Konzern verlauten, dass bereits Gegenmaßnahmen ergriffen wurden. Unter anderem soll durch die Verlagerung an andere Standorte dafür gesorgt werden, dass die Produktion insgesamt keinen allzu großen Schaden erleidet.
Die Anleger ließen sich dadurch allerdings nicht beruhigen und so musste die JinkoSolar-Aktie am Montag Kursverluste von rund 2,9 Prozent verzeichnen. Am heutigen Dienstag kam es im frühen Handel nur zu einer geringen Gegenbewegung, die kaum der Rede wert ist. Schon der Corona-Lockdown in Shanghai erwies sich als große Herausforderung für JinkoSolar. Dass nun schon der nächste Produktionsstopp ansteht, dürfte die Kauflaune auf Anlegerseite nachhaltig belasten.
JinkoSolar findet keine Ruhe
Trösten können die Anleger sich allenfalls damit, dass die Solarmodule von JinkoSolar noch immer schwer gefragt sind. Sobald die Lage sich normalisiert, dürfte der Konzern also wieder enorme Einnahmen verbuchen und möglicherweise den einen oder anderen Rekord in dieser Hinsicht aufstellen. Allerdings warten die Börsianer jetzt schon sehr lange auf Normalität und gerade im laufenden Jahr hätte diese kaum weiter in die Ferne rücken können. Da ist es nur nachvollziehbar, dass die Bullen erst einmal in Deckung gehen.
23.08.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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