
MTU scheitert an der Befreiung
Flugzeugindustrie durch neue Corona-Variante weiter unter Druck
Flugzeugbranche aufgrund von Corona-Varianten weiter unter Druck. Dennoch sieht MTU sich in der Lage, von hohen Wachstumsraten für die nächsten Jahre auszugehen.
Der deutsche Hersteller von Turbinen für die militärische und kommerzielle Luftfahrt sowie Gasturbinen MTU Aero Engines (DE000A0D9PT0) befindet sich wieder in einer Korrektur. Nach dem Absturz auf 106,50 € im Februar 2020 nach dem Ausbruch der Coronapandemie konnte sich die Aktie im Laufe des Jahres 2020 nachhaltig erholen und notierte bereits im Dezember 2020 wieder knapp über der 200 € -Marke. Seit 2021 befindet sich der Titel allerdings in einer Seitwärtsbewegung gefangen, die im Laufe des Jahres nicht nach oben gebrochen werden konnte. Durch die zunehmenden Risiken in der Branche durch die neue südafrikanischen Corona-Variante korrigierte der Titel in der vergangenen Woche bis auf unter 160 €.
Für das Jahr 2022 setzt das Management auf eine vollständige Erholung der Luftfahrtbranche. Der Umsatz soll für das Gesamtjahr 2022 zwischen 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro liegen, nach dem in diesem Jahr nur zwischen 4,3 bis 4,4 Milliarden Euro erlöst werden konnten. Auch die EBIT-Wachstumsaussicht von 26 % kann die Erwartungen des Marktes deutlich übertreffen. Das EBIT soll bis 2024 kontinuierlich im mittleren 20 % -Bereich steigen und auch im Jahr 2024 wieder das Vorkrisenniveau erreichen.
Der abgehaltene Kapitalmarkttag in der letzten Woche verbindet Licht und Schatten der Branche. Zum Einen wird mittelfristig mit einem steigenden Wachstum durch die Wiederbelebung des Tourismus gerechnet, zum Anderen sind die Risiken und Herausforderungen für die Zukunft weiter präsent. So könnten aggressive Corona-Varianten wieder für einen Teil-Lockdown und erhebliche Reiseeinschränkungen sorgen und für das Zero-Emission-Ziel muss dringend an neuen Antrieben geforscht werden.
29.11.2021 - Felix Eisenhauer
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