
Bei CureVac klopft mal wieder der Kurskeller an
Es ist kaum mitanzusehen
Nachdem CureVac seinen Corona-Impfstoff der ersten Generation vollständig aufgegeben hat, haben viele Anleger den einst stark gefeierten Tübinger Konzern schon wieder gänzlich von ihrem Radar genommen. Dennoch konnte das Papier gegen Ende November zu einigermaßen zu einer Erholung ansetzen, nachdem der Staub sich etwas gelegt hatte.
Hoffnungen auf eine anhaltende Trendwende bei CureVac (NL0015436031) haben sich aber dann spätestens am vergangenen Freitag schon wieder zerschlagen, als das Papier um satte 10,37 Prozent abwertete und auf müde 33,38 Euro zurückfiel. Damit befindet der Kurs sich schon wieder recht nahe am bisherigen Allzeit-Tief, welches bei 30,76 Euro anzutreffen ist.
Neuigkeiten, welche diese herben Abwertungen erklären konnten, gab es nicht zu sehen. Deshalb ist zu vermuten, dass eine allgemeine Schwäche bei Impfstoff-Titeln CureVac schlicht mit in die Tiefe zog. Ausgelöst wurde jene durch eher enttäuschende Studiendaten rund um einen mRNA-Grippeimpfstoff, der sich derzeit bei Moderna in Entwicklung befindet.
Nachdem die Aktie des US-Konzerns in die Tiefe rasselte und auch BioNTech schwer Federn lassen mussten, bekamen es bei CureVac die Anleger wohl etwas mit der Angst zu tun. Wenn schon die zwei erfolgreichsten Hersteller von mRNA-Vakzinen brutal im Kurs fallen, wo sollen dann gute Aussichten für das bisher deutlich weniger glückliche CureVac herkommen? Das Verhalten der Anleger kurz vor dem Wochenende war nicht unbedingt rational zu begründen, aber dennoch nachvollziehbar.
Ohne Geduld geht es nicht
Wie immer sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass CureVac noch lange nicht am Ende ist. Nicht nur verfügt das Unternehmen über finanzstarke Geldgeber und Unterstützer. Es hat auch durchaus noch das eine oder andere heiße Eisen im Feuer, darunter auch einen weiteren Corona-Impfstoff. Dass der 2022 noch immer große Bedeutung erlangen könnte, dafür dürfte schon allein die Omikron-Variante sorgen. Selbst wenn es irgendwann zum großen Comeback kommen sollte, dürfte bis dahin aber viel Geduld gefragt sein und viele Fragen bleiben ungeklärt. Für den Moment dürfen Anleger daher getrost auf der Seitenlinie bleiben, bis sich wieder echte Neuigkeiten ergeben.
13.12.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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